Christiane Stützer nach Schockdiagnose Blutkrebs in der Chemotherapie

dzStammzellen-Spender gesucht

Mit ersten Schulterschmerzen fing alles an. Seit acht Wochen kämpft Christiane Stützer aus Oberaden nun gegen einen aggressiven Blutkrebs an - und das unter Corona-Bedingungen.

Bergkamen

, 11.06.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Meine Frau hatte erst Schmerzen in der Schulter und klagte über Atemnot“, beschreibt Stephan Stützer, wie bei seiner Gattin vor über acht Wochen alles anfing. „Ich hatte den Verdacht auf einen Herzinfarkt und deshalb haben wir sofort das Krankenhaus aufgesucht.“ Im St. Johannes-Hospital in Dortmund herrschte erst nach einer Testserie Gewissheit: Blutkrebs.

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„In mir brach eine Welt zusammen“, erinnert sich die 53-Jährige, die sich mittlerweile nur noch im Krankenhaus aufhält. Sie war niedergeschlagen, erschrocken und allein, als sie ihren Mann Stephan von der Diagnose telefonisch informierte. Gatte Stephan wie auch die beiden erwachsenen Kinder Jaqueline (23) und Dennis (21) reagierten geschockt.

Christiane Stützer durch die Chemotherapie geschwächt

Seither verbringt Christiane Stützer die Tage im Hospital und unterzieht sich der kräftezehrenden Chemotherapie. „Meiner Frau geht es gut, aber es ist ein ständiges Auf und Ab. Aktuell ist sie von der Chemo geschwächt. Das Immunsystem ist arg angegriffen und das macht sich bemerkbar“, sagt Stephan Stützer.

„Ich möchte möglichst oft bei ihr sein und würde sie auch gerne in den Arm nehmen. Darf ich aber nicht.“
Stephan Stützer

Und: Der Ehemann darf seine Frau nur zwei Mal wöchentlich für jeweils eine halbe Stunde besuchen. „Ich möchte möglichst oft bei ihr sein und würde sie auch gerne in den Arm nehmen. Darf ich aber nicht - Corona.“ Der Oberadener muss sich jedes Mal in Dortmund einen kompletten Schutzanzug, Handschuhe und Maske anziehen, um seine Frau nicht in weitere Gefahr zu bringen. Körperkontakt ist strengstens untersagt.

Am kommenden Montag wird Stephan Stützer ein erstes intensives Gespräch mit der Dortmunder Oberärztin führen, die ihm den weiteren Behandlungsweg erklärt. „Ich habe bisher nicht mit einem Arzt sprechen können. Das geht in der Coronazeit nur mit Terminen und die sind schwer zu bekommen“, erhofft er sich ein positives Feedback.

Infos für Spender
  • Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Christiane Stützer und anderen Patienten helfen und sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/christiane-braucht-dich die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen.
  • Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung.
  • Auch Geldspenden helfen, Leben zu retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Spenden mit dem Verwendungszweck LPS 218 gehen auf das DKMS-Spendenkonto DE64 6415 0020 0000 2555 56.

Indes arbeitet die Familie aus Oberaden mit der DKMS zusammen, um für Mutter Christiane einen Stammzellen-Spender zu finden, der helfen kann. „Wegen Corona können wir allerdings nur online Test-Sets versenden“, erklärt Miriam Hernandez von der Spender-Neugewinnung. „Wir sind dem Gesundheitswesen zuzuordnen und haben auch klare Hygienevorschriften zu beachten. Wir arbeiten intensiv mit dem Sekret der Schleimhäute. Deshalb können wir leider keine Spender-Großveranstaltungen durchführen und anbieten.“

300 Spender-Sets wurden bereits online bestellt

Dennoch: Über 300 Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf der Familie Stützer bereits gefolgt und haben schon das DKMS-Set online bestellt. Mit einer öffentlichen Spender-Veranstaltung würden vermutlich noch mehr Menschen erreicht, doch das ist wegen Corona eben nicht möglich. Hernandez: „Alles, was über 100 ist, ist für eine online-Aktion schon super. Wichtig ist am Ende nur, dass ein genetischer Zwilling gefunden wird.“

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