Bürger können Ideen für eine neue Jahnstraße einbringen

dzFußverkehrs-Check

In der kommenden Woche können sich die Oberadener äußern, wie sie sich als Fußgänger auf der Hauptstraße in ihrem Ortsteil fühlen. Dort geht es auch um eine Neugestaltung der Jahnstraße.

Bergkamen

, 05.10.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Norman Raupach, der Umweltbeauftragte der Stadt, erwartet am Dienstag beim Fußgänger-Check in Oberaden eine völlig andere Diskussion als an der Rünther Straße. Dort hatten sich Vertreter der Stadtverwaltung, des Planungsbüros „Planersocietät“ und Bürger umgeschaut und Schwachstellen beim Fußgängerverkehr ausgemacht. „Die Rünther Straße ist in den 90er Jahren schon einmal komplett umgebaut und zur Tempo-30-Zone geworden“, sagt Raupach.

Bürger können Ideen für eine neue Jahnstraße einbringen

Die Jahnstraße ist Haupterschließungsstraße mit Durchgangsverkehr. Noch ist sie entsprechend gestaltet. Das soll sich voraussichtlich ändern. © Stefan Milk

Von der Haupterschließung zur Stadtteilstraße

Bei der Jahnstraße ist das anders: Sie ist die Haupterschließungsstraße für Oberaden, über die auch noch Durchgangsverkehr fließt, und entsprechend gestaltet: Eine breite Fahrbahn und kein Angebotsstreifen für Fahrradfahrer. Entsprechend schwer haben es Fußgänger, die über die Straße wollen. Die Stadt sieht die Chance, sie neu zu gestalten, wenn sie nach dem Bau der L 821n von einer Land- zu einer Gemeindestraße zurückgestuft wird.

In Rünthe gibt es vor allem punktuelle Mängel

Demtentsprechend hat Raupach in Rünthe vor allem punktuelle, aber keine grundsätzlichen Probleme ausgemacht. Mängel, die bei der Begehung am vergangenen Dienstag festgestellt wurden, waren zum Beispiel Gehwege, die sich zu stark in Richtung Fahrbahn neigen.

Aktion zum Fußgängerverkehr

Check in Oberaden am kommenden Dienstag

Bergkamen ist eine von zehn Städten in NRW, in denen es den Fußverkehrs-Check als Pilotprojekt gibt. Die zweite Begehung durch Oberaden beginnt am Dienstag, 8. Oktober, um 17 Uhr am Lidl-Markt an der Jahnstraße. Am Donnerstag, 14. November,ist der Abschlussworkshop im Treffpunkt an der Lessingstraße geplant. Er beginnt um 17 Uhr.

Menschen, die im Rollstuhl oder mit dem Rollator unterwegs sind, müssen teilweise dagegen ankämpfen, nicht auf die Straße zu rollen.

Es gibt im Umfeld der Rünther Straße Stellen, die schlecht beleuchtet oder die für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, schwer zu bewältigen sind. Die Experten von der Planersocietät stellten fest, dass der Gehweg an manchen Stellen zu schmal ist. Außerdem wurde deutlich, dass es ein großes Problem gibt: Fußgänger fühlen sich vom Autoverkehr verunsichert, insbesondere von den „Elterntaxis“ an der Grundschule.

Zumindest dieses Problem erwartet Raupach auch in Oberaden, denn noch befindet sich die Jahnschule an der Jahnstraße.

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Fußverkehrs-Check soll Erkenntnisse für alle Stadtteile bringen

In Rünthe hat die Stadt Kritik und Anregungen notiert. Sie sollen in ein Protokoll einfließen, das beim Abschlussworkshop diskutiert wird. Die Stadt will sie abarbeiten und die Situation verbessern.

Den Fußgänger-Check gibt es zwar nur in Rünthe und Oberaden, aber auch die anderen Stadtteile sollen profitieren. „Unsere Erkenntnisse sollen auch die Blaupause für die anderen Stadtteile sein“, sagt Raupach.

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