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Bürger haben keine grundsätzlichen Bedenken gegen neues Oberadener Baugebiet

dzHermann-Stehr-Straße

Die Bürger haben zum geplanten neuen Baugebiet an der Hermann-Stehr-Straße mehr Fragen als Bedenken. Dabei geht es erstaunlicherweise auch um das Thema Ökologie.

Oberaden

, 12.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Bergkamener Planungsamtsleiter Thomas Reichling dürfte selten eine Bürgerinformation erlebt haben, bei der die Bürger wenig an den Plänen auszusetzen haben, die er ihnen präsentierte. Als Reichling an diesem Mittwoch im Sportheim Oberaden die Pläne für das geplante Neubaugebiet Jahnstraße/Hermann-Stehr-Straße vorstellte, gab es zwar viele Fragen von den gut 50 Bürgern die gekommen waren. Grundsätzliche Einwände, die Fläche zu bebauen gab es aber nicht.

Sorgen wegen der Entwässerung des Geländes

Lediglich ein Anwohner hatte Bedenken wegen der Entwässerung, nachdem Martin Bauer vom Dortmunder Büro „Planquadrat“ die Pläne für die Erschließung und Bebauung des rund 56.000 Quadratmeter großen Geländes mitten in Oberaden vorgestellt hatte. Er wies auf den hohen Grundwasserspiegel hin und befürchtet, dass es bei Starkregen schneller zu Überschwemmungen kommen kann, wenn noch mehr Fläche versiegelt wird. Reichling wies darauf hin, dass auch die Berechnung der Entwässerung Pflicht bei einem neuen Baugebiet ist. Bauer sagte, dass es möglich ist, in dem Bereich ein größeres Regenrückhaltebecken zu schaffen, um bei Starkregen eine Überlastung der Kanalisation zu vermeiden.

Bürger haben keine grundsätzlichen Bedenken gegen neues Oberadener Baugebiet

Dabei ging es unter anderem um die Erschließung des Gebiets. © Stefan Milk

Über 100 neue Wohneinheiten geplant

Nach den Plänen sollen auf der Fläche 29 Einfamilienhäuser , 32 Doppelhäuser mit 64 Wohneinheiten und fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen entstehen. Das Gelände soll von der Immobilienfirma Beta in Rünthe übernommen werden, die aber nicht alle Grundstücke als Bauträger vermarkten will. Einige sollen auch frei bebaubar sein.

Bürger haben keine grundsätzlichen Bedenken gegen neues Oberadener Baugebiet

Zu der Bürgerinformation waren gut 50 Anwohner und Interessierte gekommen. © Stefan Milk

Viele Fragen betreffen Ökologie und Umweltschutz

Die Fragen der Bürger betrafen das gesamte Spektrum der Planung: Es ging um Details der Erschließung und die Frage, wie die Straßen ausgebaut werden sollen. Erstaunlicherweise betrafen viele Fragen und Vorschläge das Thema Umwelt und Ökologie. Eine Anwohnerin befürchtete, dass durch die Bebauung Lebensraum für Vögel und Insekten verloren geht. Andere machten den Vorschlag, schon im Bebauungsplan festzulegen, dass bestimmte ökologische Standards eingehalten werden. Sie regten beispielsweise an, Hecken aus einheimischen Gehölzen anzupflanzen sowie geschotterte und versiegelte Vorgärten von vornherein in einer Satzung zu verbieten. Reichling versprach, dass das Planungsamt prüft, welche Festsetzungen möglich und sinnvoll sind.

Wenig gestalterische Vorgaben

Er bestätigte auch, dass die Stadt im Bebauungsplan auch gestalterische Vorgaben für die Häuser machen will. Die sollen allerdings nicht allzu eng gefasst sein und Bauherren noch einen gewissen Spielraum lassen.

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