Boogie und Blues für das 21. Jahrhundert mit den Bluesanovas

Grand Jam

Beim ersten Grand Jam der neuen Kultursaison bieten die „Bluesanovas“ ein mitreißendes Konzert. Sie schaffen es, traditionelle Musik für das 21. Jahrhundert zu machen.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 05.09.2019, 12:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Boogie und Blues für das 21. Jahrhundert mit den Bluesanovas

Die „Bluesanovas“ boten eine mitreißende Show und Boogie und Blues aus den 50er jahren, den sie ins 21. Jahrhundert transformierten. © Klaus-Dieter Hoffmann

Mit einem echten Blues-Kracher startete der Grand-Jam im Thorheim Bergkamen in seine neue Saison. Auf dem Weg zu einem Konzert nach Wien, enterten die fünf Musiker von den „Bluesanovas“ im vollbesetzten Saal die Bühne und sorgten zwei Stunden lang mit ihrem temporeichen „21th-Century-Blues“ für Furore.

„Geheimtipp“ für die World Blues Challenge

Lange Jahre als echter Geheimtipp in Sachen Live-Musik gehandelt, hat die umtriebige Blues-Formation aus dem Blues-Hotspot Osnabrück nun den Boogie und Blues aus den 1950er Jahren mit modernen Stilmitteln in das 21. Jahrhundert katapultiert und sich damit zum aussichtsreichen Kandidaten für die World-Blues-Challenge in Memphis/Tennessee gemacht, die demnächst dort wieder ausgetragen wird.Gleich mit dem ersten Titel „Beautician Blues“ aus ihrer neuen CD „Emergency Call for the Blues“ ging im ehemaligen Schmülling-Saal die Post ab. Die Fans wurden fortan nicht müde, die Musik des Quintetts um den fast schon genialen Leadgitarristen Philipe de la Torre mit begeisterten Pfiffen und Bravorufen zu honorieren.

Neben de la Torre brillierten Sänger Melvin Schulz mit seiner überaus markanten Stimme und beeindruckender Performance und Nico Dreier, der seinem Keyboard Boogie-Woogie-Feeling und den legendären Hammondsound entlockte. Für die satten Rhythmen sorgten Philipp Dreier an den Drum-Sticks und Nikolas Karolewizc an seinem wirbelnden Kontra-Bass, den er hin und wieder auch schon mal gegen seinen E-Bass austauschte.

Die meisten Stücke sind selbst geschrieben

Die meisten Songs haben die fünf Musiker sogar selbst geschrieben, nur wenige stammten von Bluesgrößen, wie beispielsweise B. B. King. Gelegentlich waren beim Komponieren auch Naturgewalten mit im Spiel, berichtete Sänger Melvin Schulz, der aus Duisburg mit entsprechender Ruhrgebiets-Prägung stammt, in seiner kurzweiligen Moderation.

„So fehlte uns immer noch ein letzter guter Song für die neue CD, doch uns fiel nichts ein.“ Bis spät nach Mitternacht der Blitz in das Tonstudio in den Pyrenäen einschlug und die Band wieder wachgerüttelt hatte. Sie hatten ihre Kreativität plötzlich wiedererlangt und so produzierten die fantastischen Fünf mit viel Funk und Groove den Song vom „Devils Mule“.

Nicht selten halfen aber auch die eigenen Erfahrungen weiter, wie ein Déjà-vu-Erlebnis bei der Frage „What about love“ oder in dem Song „Solitude“ die Einsamkeit, die manchmal auch ganz erbaulich sein kann.

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