Bomben-Verdacht auf dem PueD-Grundstück

dzKampfmittelräumdienst

Womöglich liegt auf dem Grundstück für das geplante PueD-Gesundheitshaus eine Weltkriegsbombe. Deshalb muss der Kampfmittelräumdienst das Areal untersuchen. Er hat aber derzeit viel zu tun.

Bergkamen

, 07.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Gelände für das „PueD“-Gesundheitshaus am Kleiweg liegt möglicherweise ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Zumindest hat der Kampfmittelräumdienst bei seinen Untersuchungen im Januar einen Verdachtspunkt gefunden. Ob es sich wirklich um einen Sprengkörper handelt, muss nun eine Grabung der Kampfmittelexperten zeigen.

Der Kampfmittelräumdienst ist ausgelastet

Einen Termin dafür gibt es allerdings noch nicht, sagte die städtische Ordnungsdezernentin Christine Busch auf Anfrage. Sie habe bei der Bezirksregierung in Arnsberg zwar darum gebeten, den Kampfmittelräumdienst „so schnell wie möglich“ nach Bergkamen zu schicken.

Jetzt lesen

Aber die Bombensucher sind derzeit bestens ausgelastet, weil auch andernorts jede Menge Blindgänger im Erdreich liegen. So lange die Kampfmittelräumer den Verdacht nicht bestätigt haben, macht sich Busch auch noch keine konkreten Gedanken über eine mögliche Evakuierung des Gebietes rund um den Kleiweg. Wobei das entsprechende Prozedere im Rathaus angesichts der häufigen Bombenentschärfungen in Bergkamen inzwischen eingeübt sein dürfte.

Das Seniorenheim muss wohl nicht evakuiert werden

Und zumindest in einer Hinsicht gibt Busch Entwarnung: Das Seniorenheim Haus Sophia am Lüttke Holz läge wohl nicht im Evakuierungsgebiet: „Zumindest dann nicht, wenn es sich um einen Sprengkörper handelt, wie wir ihn üblicherweise in Bergkamen finden“, sagte Busch.

Jetzt lesen

Dann wären von der Bombenräumung wohl nur der Fakt-Campus direkt neben dem PueD-Grundstück und die Bewohner des angrenzenden Wohngebietes betroffen. Allerdings auch nur dann, wenn am Kleiweg tatsächlich ein Blindgänger liegt: „Vielleicht ist es ja auch nur eine alte Badewanne.“

Bombensuche auch am Beversee

Der Kampfmittelräumdienst wird aber auch weiterhin in Bergkamen zu tun haben, denn über kurz oder lang werden bei Neubauprojekten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weitere Weltkriegshinterlassenschaften entdeckt werden.

Bomben-Verdacht auf dem PueD-Grundstück

Auch im Beversee-Gebiet müssen die Bombensucher aktiv werden: Die vielen Trichter zeugen von den Bombardierungen. © Stefan Milk

Ein Gebiet, in dem bei den Luftangriffen zahlreiche Bomben niedergingen, ist das Waldgebiet rund um den Beversee. Davon zeugen noch heute zahlreiche Trichter.

Der Kampfmittelräumdienst wird demnächst auch in das Naturschutzgebiet ausrücken, weil dort eine Gasleitung für das Bayer-Werk gebaut werden soll. Selbst im Falle eines Bombenfundes erwartet Busch keine größere Evakuierung in dem weitgehend unbewohnten Gebiet. Ganz unproblematisch würde eine Entschärfung aber wohl auch nicht: „Ein hoher Wasserstand könnte die Arbeiten behindern.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Inobhutnahme
„Familienaktivist“ kommt zum Gespräch – und schon droht neuer Streit mit der Stadt
Hellweger Anzeiger Gastronomie in Bergkamen
„Marina Event“ bietet Platz für die große Feier mit Familie und Freunden