Bollerwagen und Escape-Room auf der Zielgeraden

dzStreetwork-Projekte rollen

Die einen begeben sich mit einem Bollerwagen auf Zeitreise durch Bergkamen, die anderen basteln noch an Fluchträumen: Gleich zwei Streetwork-Projekte, die anderen Rätsel aufgeben, befinden sich auf der Zielgeraden.

Bergkamen

, 09.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Das ist auch der Grund, warum es mit der Eröffnung der Fluchträume in den Jugendheimen Rünthe und Oberaden noch ein wenig dauern wird. Ursprünglich sollten zunächst die beiden „Escape-Rooms“ in Rünthe im Januar eröffnet werden, doch ob das tatsächlich klappt, kann Arne Vogt vom Streetwork-Team noch nicht konkret sagen. Denn neben den Arbeiten an den Fluchträumen sind viele der Jugendlichen zeitgleich als Zeitenwanderer unterwegs. Und so kann sich die Zeit schon mal ein wenig verschieben.

Die ersten beiden Fluchträume in Rünthe stehen allerdings kurz vor der Eröffnung, sagt Vogt. Und auch die Zeitenwanderer, die sich mit der Bergkamener Geschichte der Jahre 1929 und 1946 beschäftigen, kommen dem Ziel ihrer Reise immer näher. Ähnlich wie bei den Fluchträumen, in denen die Besucher Rätsel lösen müssen, bevor sie die nächste Tür öffnen können, erhalten auch die Zeitenwanderer Aufgaben auf ihrem Weg durch die Stadt. Mit zwei Bollerwagen werden Gruppen zu je zwei Personen losziehen. Die Wagen sind mit unterschiedlichen Aufbauten und Fächern bestückt, in denen wiederum die Aufgaben stecken. Die werden teilweise auch in Form von Video-Schnipseln mitgeteilt. Einmal mehr stand dabei Regisseur und Filmemacher Daniel Schinzig Pate.

Rätselketten und Videoschnipsel

Er hat mit den Jugendlichen die Rätselketten entwickelt und die Videos gedreht. Stadtarchivar Martin Litzinger gab Hilfestellung in Bergkamener Geschichte. Rund zweieinhalb Stunden kann eine Zeitenwanderung so dauern. Die beiden Gruppen sind dabei auf unterschiedlichen Routen, die über den Nordberg, durch den Stadtwald und Weddinghofen führen, unterwegs, und müssen währenddessen immer wieder miteinander kommunizieren und auch gemeinsam Lösungen finden. „So gelangen sie zum Schluss alle an einen Ort, wo es nochmals darum geht, erneut eine finale Aufgabe zu lösen“, sagt Arne Vogt. Die Bollerwagen samt Aufbauten sind so gut wie fertig, es fehlen noch Türen, die Gestaltung muss ebenfalls noch zum Abschluss gebracht werden. Für ihre Handwerksarbeiten konnten die Jugendlichen die Räume des TÜV Nord Kollegs nutzen. Nach Ostern, so schätzt Vogt, sind die Zeitenwanderer startklar. Die Reise durch die Geschichte der Stadt sollen in erster Linie Jugendliche antreten, doch auch Erwachsenen stehe die Möglichkeit dieser besonderen Zeitreise offen.

Aktuell planen die Streetworker bereits das nächste Projekt, mit dem sie junge Menschen in Bergkamen zusammen bringen möchten.

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