Blutig pur: Diese Bands stimmten im Yellowstone schon auf Halloween ein

dzKonzertreihe „Bergkamen Metalized“

Im Rahmen der Konzertreihe „Bergkamen Metalized“ wurde es am Freitagabend im Yellowstone laut. Richtig laut.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Oberaden

, 12.10.2019, 14:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war fast wie ein Vorgeschmack auf Halloween. Doch das, was die vier „morbiden“ Metal-Bands am Freitagabend bei der nunmehr sechsten Ausgabe der inzwischen etablierten Konzertreihe „Bergkamen Metalized“ im Oberadener Yellowstone auf die Bühne brachten, war beileibe kein Spaß, bei dem es eben mal nur den „Kleinen“ gruselte – es war Ernst, und zwar absolut blutig pur und perfekt gemacht.

Bei seiner Auswahl der Metallic-Bands ins Schwarze getroffen hat Organisator Christian Ernsting vom „Metal City Festival“. Wenn er nicht in Bergkamen für Furore sorgt, tobt er sich meist in Lünen im Lükaz aus.

Vier Metal-Bands aus der Region mit eigenen Stilrichtungen

Trash, Groove, Heavy Metal und Death Metal waren denn auch die musikalischen Stilrichtungen der vier verpflichteten Musik-Combos, die mit ihrer ausgeklügelten Bühnen-Performance für reichlich Begeisterung bei den schwarzbefrackten und mit „hart-metallenen“ Ketten und Nieten verzierten Fans sorgten.

Seit stolzen 31 Jahren ist die Dorsten-Bergkamener Band „Dipsomania“ mit ihrer Old-School-Musik und den zugleich modernen Trademarks auf den Trash-Bühnen zu Hause. Demgegenüber sind die „Spikers“ aus Essen schon fast blutjung. Ihr Markenzeichen sind aber die nostalgischen Hard-Metal-Elemente aus vergangenen DDR-Jahren. Das hatte sogar das renommierte Plastic-Bomb-Magazin dazu veranlasst, die Musik der Band mit einem „Rock, der‘s bringt“ zu klassifizieren.

Blutig pur: Diese Bands stimmten im Yellowstone schon auf Halloween ein

Viele Worte gaben die Bands nicht von sich. Laut waren sie trotzdem. © Boyrs Sarad

Wenige Worte, aber viel Lautstärke

Eine der härtesten „Groove Metal Machines“ der Metaller-Szene ist die vierköpfige Dortmunder Formation „Treibstoff“, die sich mit treibenden Gitarrenriffs, pochenden Rhythmen und wütenden deutschsprachigen Gesängen in den Köpfen seiner Fans festfrisst. Einmal mehr brachten die Dortmunder mit ihren schweren Metall-Kreationen auch die Wände des Yellowstone Jugendclubs zum Wackeln.

Sicherheitshalber hatten einige Metal-Fans etwas Watte in die Ohren gestopft, denn viel Worte hatten die vier Bands allesamt nicht verloren. Vielmehr verschwimmen deren „Lieder“-Texte ganz gewollt in einem fast undefinierbaren Grölen, welches aber nur für unbedarfte Zeitgenossen schlichtweg als Lärm empfunden wird.

So auch bei der vierten Band im Bunde, den „Rotting Demises“, die ihrem Namen mit einer tödlichen Prise „Death Metal“ und diversen „shocking Moments“ alle Ehre machte, und bei der insbesondere Frontmann Damian mit seinen genial-gutturalen und röhrenden Vocals fortwährend reichlich Gänsehaut über die Rücken der jubelnden Fans krabbeln ließ.

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