Blitz sprengt Ziegel von Reihenhaus in Bergkamen ab

dzUnwetter

Größere Unwetter-Schäden blieben in Bergkamen aus, allerdings wurde mehrere Blitzeinschläge gemeldet: Nahe der Weddinghofer Straße traf es ein Reihenhaus so heftig, dass die Feuerwehr ausrücken musste.

Bergkamen

, 21.07.2019, 12:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schwere Gewitter mit Starkregen und heftigen Böen zogen am Samstag durch NRW. In Weddinghofen wurde am Samstagnachmittag ein Reihenhaus in der Straße „Am Kulver“ von einem Blitz getroffen. Die Entladung war nach Feuerwehrangaben so heftig, dass einige Ziegel vom Kamin abgesprengt wurden und der Strom ausfiel.

Blitz schlägt in Kamin ein

Die Löschgruppen Mitte und Weddinghofen wurden um 14.12 Uhr alarmiert. „Es hat durch den Blitzeinschlag kein Feuer gegeben, aber der vom Blitz getroffene Kamin musste gesichert werden“, sagte Feuerwehrchef Dieter Kemke. Einige Ziegel seien heruntergefallen, weitere drohten herabzufallen. Die Löschgruppe Weddinghofen bannte die Gefahr per Drehleiter. Verletzt wurde durch den Blitzeinschlag niemand.

Blitz sprengt Ziegel von Reihenhaus in Bergkamen ab

Feuerwehrleute sichern das Dach und den Schornstein, in den der Blitz eingeschlagen ist. © Freiwillige Feuerwehr Bergkamen

Starker Knaller mit 27000 Ampere

Nach Angaben des Blitzinformationsdiensts bei kachelmannwetter.de ging um 14.07 Uhr im Bereich am Kulver ein Erdblitz nieder, ein sogenannter starker Knaller mit einer Stromstärke von 27000 Ampere. Daneben waren noch weitere Erdblitze auf einer Karte des Stadtgebiets verzeichnet.

Die Feuerwehr hatte von Freitagmorgen bis Samstagabend insgesamt sechs Einsätze zu verzeichnen, aber nur einen wegen des Unwetters. „Das war jetzt schon das dritte Wochenende, wo wir relativ viele Einsätze hatten“, sagte Feuerwehrchef Kemke. Abzuarbeiten waren am Freitag ein LKW mit einer aufgerissenen Ölwanne auf der A2, eine Ölspur im Bereich Lünener Straße/Autobahnauffahrt sowie ausgelaufener Diesel an einem Kleintransporter an der Otto-Wels-Straße.

Feuerwehr während Polizeiaktion in Bereitschaft

Um kurz vor 17 Uhr am Freitag wurde die Feuerwehr für einen sogenannten Bereitstellungseinsatz alarmiert. Für den Fall, dass bei der Festnahme des mutmaßlichen Vergewaltigers von Oberaden Menschen verletzt würden oder ein Feuer ausbräche, hatte die Polizei vorsorglich die Feuerwehr eingeschaltet. Ein Ausrücken zum Ort der Festnahme sei letztlich nicht erforderlich gewesen, sagte Feuerwehrchef Kemke.

Ein weiterer Einsatz erfolgte am Samstagabend wegen einer befürchteten Umweltgefahr: An der Rünther Heide roch es in der Kanalisation stark nach Diesel. Die Einheit Rünthe wurde am Samstag um 22.30 Uhr alarmiert, konnte aber nichts unternehmen. Stadtbetrieb Entwässerung und Lippeverband nahmen sich der Sache an.

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