Bissiges Kabarett, ein großer Tenor und finnische Melancholie

dzKulturprogramm 2019/2020

Nicht immer bekommt das Kulturreferat alle Künstler, die es gerne verpflichten würde. Trotzdem können sich die Bergkamener in der nächsten Saison auf ungewöhnliche Veranstaltungen freuen.

Bergkamen

, 23.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es gibt Künstler, die würde Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel liebend gerne im Bergkamener Kulturprogramm präsentieren. Das geht bei vielen, aber nicht bei allen, sagt sie. „Manchmal haben wir einen jahrelangen Vorlauf, um beispielsweise Künstler für unsere Kabarett-Reihe zu verpflichten“, macht sie deutlich. Manchmal läuft dem Bergkamener Kulturreferat dabei die Zeit davon: Künstler die noch vor einigen Jahren froh gewesen wären, in der Reihe „Kabarett/Cabaret“ vor 450 Zuschauern im studio theater aufzutreten werden so bekannt, dass sie große Hallen füllen. „Dann sind sie für uns kaum noch zu bekommen“, sagt Schmidt-Apel.

„Take 5“ mit karibisch-kubanischen Rhythmen

Trotz dieser Schwierigkeiten, mit denen das Kulturreferat hin und wieder zu tun hat, legt die Kulturreferentin im Juli wieder das gedruckte Programm für die Kultursaison 2019/2020 vor – und sie ist sicher, dass die Bergkamener darin Angebote auf einem hohen Niveau finde. Dazu gehören neben den üblichen Kulturereignissen wie den beiden Kabarettreihen Kabarett/Cabaret und Mittwochsmix, dem Grand Jam, der Weltmusikreihe oder dem Silvesterkonzert, das es in diesem Jahr zum dritten Mal geben soll, auch einige Angebote außer der Reihe - und einige Ungewöhnliche Angeboten in den Reihen. In diesem Jahr steht beispielsweise die Jazzreihe „Take 5“ auf dem Programm, an der Bergkamen zusammen mit anderen Kommunen aus der Hellweg-Region beteiligt ist. In diesem Jahr soll ein Konzert mit lateinamerikanischer Musik und karibisch-kubanischen Rhythmen geplant.

„Boppin´B“ kommt zum Grand Jam

In der Grand-Jam-Reihe ist es den Organisatoren erstmals gelungen, die Band „Boppin`B“ zu verpflichten, Sie war die erste, die Popsongs in ein Rock`n`Roll-Gewand gekleidet haben und waren damit Vorbild für Boss Hoss und viele andere.

Das Kulturreferat hat außerdem wieder einmal den in Bergkamen äußerst beliebten Tenor Johannes Groß verpflichtet, der diesmal ein Wunschkonzert mit der Sopranistin Bianca Tognocchi bietet.

Bissiges Kabarett, ein großer Tenor und finnische Melancholie

Barbara Ruscher ist beim Mittwochsmix in der sohle 1 so gut angekommen, dass sie das Kulturreferat jetzt auch für die große Kabarett-Reihe „Kbaratt/Cabaret“ verpflichtet hat. © Marcel Drawe

Barbara Ruscherr wechselt ins studio theater

Beim Kabarett freut Schmidt-Apel sich, in der kommenden Kultursaison den Schweizer Andreas Thiel präsenteren zu können, desen scharfzüngiges Programm durchaus umstritten ist. Außerdem wechselt Barbara Ruscher in die Große Kabarett-Reihe. Sie war bereits in der kleinen Reihe beim „Mittwochsmix“ aufgetreten und hatte das Bergkamener Publikum begeistert.

Konzert zusammen mit der deutsch-finnischen Gesellschaft

Ein ganz besonderes Konzert wartet außerdem am 21. Oktober auf die Freunde von Welt- und skandinavischer Folk-Musik. An diesem Tag bietet das Kulturreferat zusammen mit der deutsch-finnischen Gesellschaft ein Konzert des Duos „Lehtojärven Hirvenpää“ im Trauzimmer an der Marina in Rünthe. Die beiden Musiker Jaako Laitinen und Harri Kuusijärvi bieten Musik, die von der Stimmung an die Filme von Aki Kaurismäki erinnert. Der Eintritt soll frei sein. Es wird lediglich bim Hinausgehen um eine Spende gebeten.

Das Kulturreferat gibt nicht auf

Ganz aufgeben will das Kulturreferat übrigens nicht, wenn es um die Verpflichtung von mittlerweile bekannten Künstlern geht. Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhardt beispielsweise versuchen die Bergkamener schon seit einigen Jahren zu verpflichten. Die Gespräche mit ihrem Management gestalteten sich schwierig. „Wir haben gefühlte tausend Mal mit ihrer Agentur telefoniert, aber es hat nie funktioniert“, sagt die Kulturreferentin. Jetzt ist Eckhardt bekannt und füllt deutlich größere Hallen als das studio theater. „Wir bleiben trotzdem dran“, sagt Schmidt-Apel. „Manchmal muss man einen sehr langen Atem haben.“

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