Bisher nur Skizze für die neuen Turmarkaden

dzLeer stehendes Einkaufszentrum

Über eine Ideenskizze hinaus liegen noch keine genauen Pläne für den Neubau vor, der die Turmarkaden ersetzen soll. Der Abrissantrag für den Altbestand ist ohnehin umfangreich..

Bergkamen

, 09.10.2018, 12:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis die Bergkamener sich einen Eindruck davon verschaffen können, was anstelle der Turmarkaden gegenüber vom Rathaus entsteht, wird noch einige Zeit vergehen. Der neue Eigentümer des leer stehenden Einkaufszentrum, die Interra Immobilien AG ist noch nicht so weit, dass sie einen konkreten Entwurf vorlegen kann. Bisher gebe es nur eine erste Skizze, die das Immobilienunternehmen und die Stadt miteinander erörtert haben, sagte Bürgermeister Roland Schäfer. Probleme mit dem Konzept, dass Interra für das Einkaufszentrum hat, sieht er bisher nicht. Es gehe eher um die Feinabstimmung in Detailfragen – zum Beispiel, wo die Zufahrt zum Einkaufszentrum liegen soll – bevor die Immobiliengesellschaft eine endgültige Planung öffentlich vorstellen kann.

Kompletter Neubau geplant

Bekanntlich plant Interra, die Turmarkaden komplett abzureißen und nach einem veränderten Konzept wieder neu aufzubauen. Dabei ist vorgesehen, einen Teil der Parkplätze ebenerdig anzusiedeln – wohl auch mit Rücksicht auf einen Vollsortimenter und einen Discounter, die sich in dem neuen Einkaufszentrum ansiedeln sollen. Weitere Parkplätze soll es im ersten Obergeschoss geben. Ob für den Neubau nur die Hochbauten oder auch das Kellergeschoss abgerissen werden, konnte Interra bisher noch nicht sagen. Das prüft das Unternehmen noch.
Der Abriss des alten Einkaufszentrums ist ohnehin die erste große Aufgabe, die das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf bewältigen muss. Schäfer geht davon aus, dass der Abrissantrag und die Genehmigung so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass der Abriss frühestens Ende des Jahres beginnen kann.

Eines der größten Probleme, die der Abriss macht, dürften die Stoffe sein, die dabei anfallen. Schäfer geht davon aus, dass vor allem der alte Trakt der Turmarkaden in Richtung Zentrumsplatz Probleme macht. Es sei fast sicher davon auszugehen, dass damals Stoffe wie Asbest oder PCB verkauft wurden, deren Gefährlichkeit noch nicht bekannt war, meint der Bürgermeister. Er geht davon aus, dass der Teil, in dem Wal Mart beheimatet war, deutlich weniger mit problematischen Stoffen belastet ist. Dieser Bereich wurde erst nach 2000 neu gebaut und soll jetzt ebenfalls schon wieder abgerissen werden. Ob auch die ehemalige Sparkassen-Hauptstelle abgerissen werden soll, dazu konnte Schäfer noch nicht sagen. Die Abrissgenehmigung nimmt auch deshalb viel Zeit in Anspruch, weil auch der Kreis Unna als Genehmigungsbehörde zusätzlich zur Stadt mit eingebunden ist. Der Kreis ist dafür zuständig, die Beseitigung belasteter Stoffe auf entsprechenden Deponien zu genehmigen.

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