Bis zu den ersten Sperrungen auf der Lippebrücke bleibt den Autofahrern eine Galgenfrist

dzNeubau Lippebrücke

Die Vorbereitungen für den Abriss und Neubau der Lippebrücke zwischen Bergkamen und Werne laufen. Und auf den Autoverkehr kommen Behinderungen zu, die bis übernächstes Jahr dauern.

Rünthe

, 03.09.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Beginn der Arbeiten für den Abriss und Neubau der Lippebrücke zwischen Bergkamen und Werne steht unmittelbar bevor. Das ist mit Einschränkungen für den Autoverkehr auf der viel befahrenen Straße verbunden. Bis die Autofahrer die richtig zu spüren bekommen, wird aber wohl noch ein wenig Wasser die Lippe herunterfließen. Zwar sieht der aktuelle Zeitplan des Landesbetriebes Straßen.NRW eine erste Teilsperrung in Fahrtrichtung Werne für den November vor. Dann sollen die Bauarbeiter damit beginnen, einen Teil der alten Brücke abzureißen.

Bis zu den ersten Sperrungen auf der Lippebrücke bleibt den Autofahrern eine Galgenfrist

Im Sommer waren bereits die Versorgungsleitungen, die an der Brücke verliefen, verlegt worden. © Stefan Milk


Womöglich kommt die Sperrung erst später

Die Landesstraßenbauer wollen sich aber noch einmal mit dem beauftragten Bauunternehmen zusammensetzen, um den Bauablauf gründlich zu besprechen, berichtet der Projektleiter von der Straßen NRW-Niederlassung in Bochum, Markus Feller. Der Sperrtermin werde wahrscheinlich noch einmal nach hinten verschoben. Gleichwohl: Völlig störungsfrei wird der Verkehr zwischen Bergkamen und Werne in den nächsten Monaten auf keinen Fall verlaufen, denn dass die Teilsperrung kommt, ist nur eine Frage der Zeit. Und die Autofahrer werden Geduld mitbringen müssen: Den Abschluss der Arbeiten plant Straßen.NRW erst für den Sommer 2021.

Bis zu den ersten Sperrungen auf der Lippebrücke bleibt den Autofahrern eine Galgenfrist

Noch rollt der Verkehr vergleichsweise unbehindert über die Brücke. Aber die Sperrungen kommen bestimmt. © Stefan Milk


Erste Vollsperrung im Juni 2020 geplant

Gleichwohl soll der Weg über die Lippe fast die gesamte Bauzeit über frei bleiben. Vollsperrungen sind nach Angaben von Feller lediglich an drei Wochenenden geplant. Zum ersten Mal wird die Brücke voraussichtlich an einem Samstag und Sonntag im Juni nächsten Jahres dicht sein. Zwei weitere Vollsperrungen sind dann ein Jahr später, also im Sommer 2021, vorgesehen. Sie sind nötig, damit der Brückenneubau an seinen endgültigen Platz geschoben werden kann. Straßen.NRW will das Bauwerk an Ort und Stelle errichten lassen und zwar auf der Werner Seite der Lippe. Platz dafür haben die Bauarbeiter auch schon geschaffen.

Behelfsbrücke ab November 2020 im Dienst

Die neue Brücke soll zunächst neben dem alten Bauwerk platziert werden, damit der Autoverkehr sie als Behelfsquerung nutzen kann. Dies soll nach den aktuellen Plänen von Straßen.NRW von November 2020 bis Juni 2021 der Fall sein. Die alte Brücke soll dann bis zum März 2021 abgerissen werden. Der Bau der Behelfswiderlager, auf denen die provisorische Brücke ruhen wird, soll bereits in diesem November beginnen. Aktivitäten am Lippeufer lassen sich aber wohl schon in den kommenden Wochen beobachten. Dann beginnen vorbereitende Arbeiten wie die Baustelleneinrichtung und die Vorbereitung von Montagefläche.

Die Bombensucher kommen

Wenn es ganz dumm läuft, müssen die Brücke und die Straße allerdings bereits gesperrt werden, bevor die Bauarbeiten überhaupt begonnen haben. Für September hat sich der Kampfmittelräumdienst angesagt, der das Gelände auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Falls er fündig wird, kommt es möglicherweise zu einer Entschärfung samt Evakuierung. „Konkrete Verdachtspunkte gibt es allerdings nicht“, sagt Feller. Gleichwohl sei die Bombensuche obligatorisch bevor Straßen.NRW die Bagger losschickt. Ein möglicher Blindgänger ist dann auch nur ein Faktor, der den Zeitplan von Straßen.NRW durcheinander bringen kann. Feller hofft, dass der von unangenehmen Überraschungen verschont bleibt, wie etwa Schadstoffen, die beim Brückenabriss zutage treten. Und eine weitere Unbekannte in der Brückenbau-Rechung ist das Wetter: Ein nicht unerheblicher Teil der Arbeiten spielt sich im Winter ab.

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