Bis das Kulturreferat seine Tickets auch im Internet anbietet, dauert es noch

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Viele Kulturveranstalter bieten längst die Möglichkeit an, Eintrittskarten im Internet zu kaufen. Das städtische Kulturreferat zählt nicht dazu. Aber es gibt zumindest Pläne für den Online-Service.

Bergkamen

, 10.09.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass sich vor dem Büro von Anne Mandok im städtischen Kulturreferat im dritten Stock des Rathauses Warteschlangen bilden, kommt eher selten vor. Dabei ist sie für den Vorverkauf der Kulturveranstaltungen zuständig. Aber man muss nicht unbedingt persönlich ins Kulturreferat kommen, um ein Ticket zu erwerben. „Man kann sie per Telefon oder E-Mail bestellen und wir verschicken sie oder hinterlegen sie an der Abendkasse.“

Bis das Kulturreferat seine Tickets auch im Internet anbietet, dauert es noch

Man kann sich zwar im Internet über die Bergkamener Kulturveranstaltungen im Internet informieren, aber keine Karten online bestellen. © Marcel Drawe


Anderswo gibt es längst Handy-Tickets

Das ist für Kulturfreunde, die tagsüber arbeiten oder in einer anderen Stadt wohnen, ganz praktisch. Aber es entspricht längst nicht dem aktuellen Stand der Technik. Die meisten Kulturveranstalter bieten mittlerweile die Möglichkeit an, die Karten im Internet zu bestellen und sie sich zu Hause auszudrucken. Außerdem gibt es inzwischen auch papierlose Handy-Tickets, die über einen QR-Code auf dem Mobiltelefon funktionieren. Wer hingegen eine Karte für die Bergkamener Kultur erwerben will, muss nach wie vor in irgendeiner Weise Kontakt mit Mandok und ihren Kollegen aufnehmen.


Bis das Kulturreferat seine Tickets auch im Internet anbietet, dauert es noch

Wer Karten für eine Veranstaltung im studio theater oder an einem anderen Veranstaltungsort möchte, ist auf Telefon, E-Mail oder einen persönlichen Besuch im Kulturreferat angewiesen. © Marcel Drawe


Der Kulturdezernent plant eine Kultur-App

Allerdings hat Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich durchaus schon mitbekommen, dass es in der Online-Welt ganz andere Möglichkeiten des Kartenerwerbs gibt. Und die will er künftig auch nutzen: „Wir planen eine Bergkamener Kultur-App“, kündigt er an. Wer sich die herunterlädt, kann einen Veranstaltungskalender nutzen, hat Zugriff auf die Websites aller städtischen Kultureinrichtungen, die bisher noch ihren jeweils eigenen Internet-Auftritt pflegen, und kann auch Eintrittskarten kaufen. Wird auch Karten kaufen können, muss es wohl besser heißen, denn vorerst ist die Online-Welt der Kultur in Bergkamen noch Zukunftsmusik.


Kartenvorverkauf

Die Kulturstelle im Rathaus

Einen Überblick über die Bergkamener Kulturveranstaltungen gibt es auf der städtischen Homepage unter www.bergkamen.de/kultur-veranstaltungen.html . Karten im Vorverkauf gibt es bei Anne Mandok im Kulturreferat, im Zimmer 303 im dritten Stock des Rathauses, Tel. 02307/965 464 E-Mail: a.mandok@bergkamen.de

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Kontakte zu App-Entwicklern

Ulrich hat zwar schon Kontakt zu App-Entwicklern aufgenommen. Doch er will sich lieber nicht festlegen, wann die Bergkamener Kultur tatsächlich in den einschlägigen App-Stores bereit steht. Zum einen benötigt die Entwicklung eines gut funktionierenden Produktes ihre Zeit. Zum anderen muss Ulrich, der ja auch Stadtkämmerer ist, das Geld dafür in den Haushalt einplanen. Und dann hat das Kulturreferat derzeit auch noch eine andere Baustelle, die zumindest mittelbar mit dem Kartenverkauf zu tun hat. Bekanntlich soll das Kulturreferat im nächsten Sommer aus dem Rathaus ausziehen und ins „Stadtfenster“ wechseln, jenes Wohn- und Geschäftshaus, das die kommunale Wohnungsgesellschaft UKBS derzeit neben der Sparkasse errichtet. „Wir wollen das Schritt für Schritt erledigen“, sagt der Dezernent.

Bis das Kulturreferat seine Tickets auch im Internet anbietet, dauert es noch

Im nächsten Sommer soll das Kulturreferat in das gerade im Bau befindliche „Stadtfenster“ umziehen. © Stefan Milk


Eine Verkaufstheke im „Stadtfenster

Wenn der Umzug über die Bühne gebracht ist, will er den neuen Internet-Auftritt der Bergkamener Kultur und dann auch die App in Angriff nehmen. Immerhin wird schon der neue Standort im „Stadtfenster“ den Kartenvorverkauf verbessern. In den Räumen im Erdgeschoss soll es eine eigene Verkaufstheke geben. Das wird dann auch die Mitarbeiter des Bürgerbüros im Rathaus entlasten, die derzeit ebenfalls Kulturkarten verkaufen. Weil dort aber auch noch viele andere Bergkamener ihre Behördenangelegenheiten zu erledigen haben, kommt es dabei dort schon mal zu Wartezeiten. Wer seine Tickets per E-Mail oder Telefon bestellt, kann die verhindern. Allerdings ist sich Mandok sicher, dass auch in den Zeiten der geplanten App noch Kulturfreunde direkt zum Kartenkauf ins Kulturreferat kommen werden: „Es gibt einfach Kunden, die den persönlichen Kontakt mit uns schätzen.“

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