In den ehemals geräumten Häusern an der Töddinghauser Straße wird der Brandschutz jetzt groß geschrieben. © Marcel Drawe
Parken in der City

Bewohner der Häuser an der Töddinghauser Straße sind weiter auf Parkplatzsuche

Eigentlich haben die Bewohner der Häuser Töddinghauser Straße 135 und 137 Anspruch auf Stellplätze auf dem Nachbarareal. Das steht sogar im Grundbuch. Vorerst müssen sie die Autos anderswo parken.

Die Bewohner der Häuser Töddinghauser Straße 135 und 137 haben vermutlich inzwischen längst Routine darin, einen Parkplatz für ihr Auto zu suchen. Zwar stehen ihnen eigentlich 60 Stellplätze zur Verfügung, was sogar im Grundbuch abgesichert ist. Aber das nutzt ihnen nicht allzu viel.

Die Parkplätze befanden sich in der Tiefgarage der Turmarkaden – und die sind bekanntlich längst abgerissen. Das Recht der Hausbewohner auf ihren Parkplatz ist dadurch nicht erloschen.

Das weiß auch Peter Dietrich, Geschäftsführer der Hilee GmbH, die auf dem Turmarkaden-Gelände ein neues Wohn- und Einkaufsquartier mit dem Namen „Berg Karree“ bauen will: Die 60 Stellplätze seien fester Bestandteil der Planungen, versichert er auf Anfrage. Sie würden auch im Bauantrag berücksichtigt, den die Hilee B noch stellen muss: „Sonst würden wir von der Stadt keine Genehmigung bekommen“, sagt Dietrich.

Anwohner warten auf den Abschluss des Abrisses

Inzwischen hat die Hilee B ihre Bauvoranfrage an das Rathaus gestellt. Eine Antwort habe er noch nicht, sagt Dietrich. Aber er rechnet damit, dass sie bald kommt und dass sie positiv ausfällt. Schließlich seien die Pläne eng mit der Stadtverwaltung abgestimmt und hätten auch die politische Rückendeckung der Mehrheit im Stadtrat.

Das geplante „Berg Karree“ in einer Computeranimation: Der Bau soll noch in diesem Jahr beginnen. © 3dpixel © 3dpixel

Dann soll auch der Abriss der Turmarkaden abgeschlossen werden, auf den die Nachbarn in den Häusern an der Töddinghauser Straße ebenfalls dringend warten. Allerdings in erster Linie, weil die Trümmerlandschaft keinen allzu schönen Anblick bietet. Dietrich rechnet mit dem Baubeginn des „Berg Karrees“ für das zweite Halbjahr.

Die Stellplätze gibt es frühestens in drei Jahren

Naturgemäß könne die Hilee B die Stellplätze in der Tiefgarage erst einrichten, wenn alles andere fertig ist, sagt Dietrich. Wenn alles gut läuft, könnte das in drei Jahren der Fall sein. Bis dahin müssen sich die Anwohner ihre Parkplätze im Umfeld ihrer Häuser suchen.

Dort herrscht zwar nicht gerade Parkplatznot, aber auch kein Überfluss. Einige Anwohner haben deshalb wohl Stellplätze angemietet. Zudem steht direkt gegenüber der Häuser das Kaufland-Parkhaus, das aber nur zu den Geschäftszeiten des Einkaufsmarktes geöffnet hat.

Besonders glücklich dürften die Bewohner über die aktuelle Situation deshalb nicht sein, meint auch Hausverwalter Berchem. Direkten Einfluss hat er aber nicht: „Die Gespräche mit der Hilee müssen die Eigentümer direkt führen.“

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne
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