Besserer Handyempfang in Oberaden: Zwei Netzbetreiber stellen dort eine neue Funkstation auf

dzNetzversorgung

Oberadener, die sich über schlechtes Mobilnetz beklagen, dürfen sich freuen. Gleich zwei der großen Netzbetreiber stellen dort neue Funkstationen auf. Eine steht auch schon.

Bergkamen

, 08.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Filme blitzschnell downloaden, Musikvideos in guter Qualität genießen und Live-Übertragungen von Kultur- und Sportereignissen unterwegs auf dem Smartphone oder Tablet ansehen – und das in HD-Qualität. All das verspricht die mobile Breitbandtechnologie LTE. Das LTE-Zeichen soll nun bei noch mehr Bergkamenern auf dem Handy-Display aufploppen.

Unter anderem bei denen, die ihren Handyvertrag bei dem Anbieter Vodafone abgeschlossen haben. Denn der hat gerade einen neuen Mast in Oberaden aufgestellt und in Betrieb genommen. Insgesamt stellen in den besiedelten Gebieten Bergkamens nun neun Mobilfunkstationen eine Versorgung von 99,9 Prozent der Bevölkerung in der gesamten Region sicher, so Konzernsprecher Volker Petendorf. Sieben der Stationen sind mit der LTE-Technologie ausgestattet. Somit werden laut Petendorf auch 99,9 Prozent mit LTE versorgt. „LTE-Antennen haben eine größere Reichweite als GSM-Mobilfunk, daher benötigt man weniger Stationen für dasselbe Gebiet“, erklärt der Sprecher.

Besserer Handyempfang in Oberaden: Zwei Netzbetreiber stellen dort eine neue Funkstation auf

In Bergkamen gibt es insgesamt neun Mobilfunkstationen von Vodafone, sieben sind mit LTE ausgestattet. In den unbesiedelten Gebieten stehen keine Stationen. © Vodafone

Telekom plant zwei neue Funkstationen in Oberaden und Rünthe

Auch der Anbieter Telekom will die Netzversorgung in Bergkamen verbessern. „In Oberaden und in Rünthe gibt es noch ‚weiße Flecken‘. Daher planen wir eine Erweiterung für beide Ortsteile – jeweils mit LTE-Technik – im Verlauf 2020“, erklärt George-Stephen McKinney von der Deutschen Telekom AG. Wer wissen möchte, wie gut die Versorgung an seinem Wohnort ist, erfährt das auf der Internseite der Telekom. Adressgenau kann man sich dort die Netzversorgung und auch die Technologie (3G, 4G etc.) ansehen.

Auch die Telefonica rüstet auf. Mobilfunkstandorte mit bisheriger 2G- und 3G-Versorgung werden mit der LTE (4G)-Technologie ausgestattet und die LTE-Kapazitäten an bestehenden LTE-Standorten erweitert, erklärt Pressesprecher Jörg Borm. In Bergkamen gibt es fünf Mobilfunkstandorte, im Kreis Unna insgesamt 50. „Damit sind Bergkamen und der Kreis bereits sehr gut abgedeckt“, so Borm. Dennoch gehe der Ausbau noch weiter.

Auch Unternehmen profitieren von dem besseren Netz

Profitieren sollen von den Ausbauarbeiten der Anbieter aber nicht nur Bergkamener, die auf ihren Bus warten und sich die Wartezeit mit einem Filmchen verkürzen möchten. Auch für Unternehmen ist die LTE-Versorgung essenziell. „Um die Region in die digitale Zukunft zu führen, hat Vodafone ganz aktuell an allen sieben LTE-Stationen in Bergkamen die Technologie LTE 800 aktiviert“, so der Vodafonesprecher Volker Petendorf.

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Damit schaffe der Anbieter ein Maschinennetz, das es Unternehmen erleichtern soll, Geräte weltweit miteinander zu vernetzen. Denn das ist laut Vodafone deutlich komplizierter als die Vernetzung von Smartphones. Mit LTE 800 können Bergkamener Unternehmen ihre Geräte besser miteinander verbinden und schneller arbeiten.

5G soll kommen, 3G wird eines Tages abgeschaltet

Dass die drei Mobilnetzbetreiber auch in Zukunft noch Arbeit vor sich haben, zeigen aktuelle Diskussionen in der Politik. Denn mit 4G und LTE soll noch nicht Schluss sein. In diesem Jahr soll die fünfte Generation, das 5G-Netz, in Betrieb gehen, welches noch schneller als 4G sein soll.

Doch auch wenn das 5G-Netz kommt, müssen die Geräte dafür kompatibel sein. Und so ist es auch mit LTE. Wer keinen LTE-Vertrag hat, dem nützen auch die ganzen neuen Technologien der Anbieter nichts. Wer jedoch nicht einmal 4G, sondern nur G3 hat, könnte ein Problem bekommen. Denn die Anbieter schalten ihre 3G-Netze nach und nach ab.

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