Bessere Aussicht: RVR baut neue Beobachtungsplattform am Beversee

dzNaturschutzgebiet

Besucher am Beversee können die Tier- und Pflanzenwelt bald besser in Augenschein nehmen. Der RVR baut eine neue Beobachtungsplattform auf. Besondere Ausstattungsmerkmale kommen erst noch.

Bergkamen

, 20.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer am Feiertag einen Spaziergang am Beversee unternimmt, kann sie schon einmal in Augenschein nehmen, soll sie aber noch nicht betreten: Der Regionalverband Ruhr (RVR) baut am Ufer des Sees eine neue Beobachtungsplattform auf – etwa drei Jahre nachdem er die alte abreißen musste, weil sie völlig verrottet war.

Das soll sich mit der neuen Plattform nicht mehr wiederholen, verspricht Dirk Janzen von der RVR-Tochter Ruhr Grün, die seit Montag die neue, etwa sechs mal neun Meter große Plattform errichtet. Der neue Aussichtspunkt soll besser ausgestattet und vor allem deutlich bequemer werden als sein Vorgänger.

Für Letzteres soll vor allem die Konstruktion sorgen. Die neue Plattform wird nicht mehr nur aus Holz gebaut, sondern aus Stahl und speziell behandelten Planken aus Lärchenholz.

Von der alten Plattform standen jahrelang nur noch die Fundamente am Beversee.

Von der alten Plattform standen jahrelang nur noch die Fundamente am Beversee. © Stefan Milk (Archiv)

Konstruktion aus Stahl und Lärchenholz soll haltbarer sein

Janzen ist sicher, dass diese Konstruktion deutliche Vorteile hat. „Mit Stahl ist ein deutlich filigranere Gestaltung möglich,die sich besser der Landschaft anpasst“, sagt er. Damit der jetzt noch blanke Stahl besser in die Umgebung passt, bekommt er noch eine eine anthrazitfarbene Pulverschicht. So behandelt ist er absolut resistent gegen Regen oder die Feuchtigkeit, die vom See aufsteigt.

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Das gilt auch für die Lärchenplanken. Sie seinen schon von Natur aus wesentlich wasserfestes als die alten Holzbohlen, die regelmäßig weggerottet sind. Zusätzlich sind sie mehrfach geölt und sollen alle paar Jahre nachbehandelt werden. „Dann kann so etwas wie mit der alten Plattform nicht mehr passieren“, versichert Janzen.

Die neue Plattform soll sich auch nicht mehr über zwei Etagen mit einem steilen Aufstieg erstrecken, sondern über eine Rampe auch mit Rollator oder Rollstuhl relativ problemlos zu erklimmen sein.

Freigabe schon Ende Mai

Janzen hofft, dass niemand die Zeit über den Feiertag und das Wochenende nutzt, um schon einmal auf der Stahlkonstruktion herumzuturnen. Bis die Plattform fertig ist, dauert es nicht mehr lange. Schon Ende Mai will der RVR sie für Besucher freigeben – in einigen Tagen also.

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Fertig ist sie dann aber noch nicht. Sie soll noch Schilder bekommen, auf denen die Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet Beversee erläutert wird. Später soll sie sogar noch ein Fernrohr bekommen, damit Besucher die Umgebung besser beobachten können. Das Fernrohr ist bestellt, hat jedoch zwei Monate Lieferzeit.

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