Bergkamens Jugend bloggt: Über ihre Stadt und über die ganze Welt

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Die Jugend von heute ist schlecht informiert, weil sie auf Fake News in sozialen Medien reinfällt. Das ist ein Vorurteil. Dass es auch anderes geht, beweisen die Macher von „Jugend bloggt“.

Bergkamen

, 28.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was hat die Welle der Wut über den Tod des von einem Polizisten umgebrachten Afro-Amerikaner Georg Floyd mit Bergkamen zu tun? Erst einmal nichts. Aber es leben natürlich auch hier Menschen, die sich für Geschehnisse in den USA interessieren. Zum Beispiel die frisch gebackenen Abiturientinnen Mia Kestermann (18), Lia Buschmann und der Gymnasiast Elias Feroughi (17).

Sie wollen nicht nur Nachrichten konsumieren, sondern selbst welche produzieren. Und zwar so, dass sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene dafür interessieren. Deshalb haben sie das Projekt „Jugend bloggt“ ins Leben gerufen.

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Elias Feroughi erklärt, was es mit Jugend bloggt auf sich ha

Das Projekt entstand bei der Jugendkonferenz

Die Ursprünge liegen bei der Jugendkonferenz „Bergkamen for all“, bei der im Februar zahlreiche junge Bergkamener zusammenkamen, um über ihre Wünsche an ihre Stadt zu diskutieren. Dort gab es auch den Workshop „Jugend bloggt“, in dem sich Mia, Lia und Elias begegneten.

Das Projekt ist aus der Jugendkonferenz „Bergkamen for all" entstanden, zu der junge Leute im Februar zusammen kamen.

Das Projekt ist aus der Jugendkonferenz „Bergkamen for all“ entstanden, zu der junge Leute im Februar zusammen kamen. © Marcel Drawe

Sie eint der Wunsch, Themen aufzugreifen, die für Jugendliche wichtig sind und sie so aufzubereiten, dass die jungen Leute sich auch dafür interessieren. Die klassischen Medien spiegelten ja nicht immer die Sichtweise der Jungen wider, meint Mia.

Zugleich wissen die drei, dass sich ihre Altersgenossen oft ausschließlich über die sozialen Medien informieren und schon mal in Filterblase landen oder Fake News aufsitzen. Auch dem soll „Jugend bloggt“ vorbeugen.

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„Jugend bloggt“ ist noch im Aufbau begriffen

In dem Blog finden sich schon ein paar Einträge, doch noch ist das Projekt im Aufbau begriffen. Elias plant zum Beispiel einen Podcast, also eine regelmäßige Veröffentlichung, in denen er sich in Audio- und Video-Dateien zu Wort meldet.

Dabei wollen die „Jugend bloggt“-Macher auch das lokale Geschehen nicht aus dem Auge verlieren.

Wie Lia berichtet, haben sie zum Beispiel Kontakte mit dem Integrationsrat geknüpft, der bei der Kommunalwahl am 13. September neu gewählt wird. Der Vorteil des Bloggens besteht darin, dass es nicht ortsgebunden ist. So wollen sich Lia und Mia weiter bei dem Projekt engagieren, wenn sie Bergkamen nach dem frisch bestandenen Abitur verlassen.

Die Blogger werden auch andere Autorinnen und Autoren zu Wort kommen lassen um möglichst viele Perspektiven abzubilden. Etwa die von Saeed Ahmad: Er kam als Flüchtling aus Syrien nach Bergkamen und gehört inzwischen zum Redaktionsteam von „Jugend bloggt“.

Jugend bloggt ist zu erreichen über die Homepage bergkamen-for-all.de, über facebook und über instagram
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