Einfache Tipps gegen Depressionen in der dunklen Jahreszeit: So einfach geht gute Laune

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Ute Schäfer ist eine ausgebildete Heilkräuterfachfrau aus Bergkamen. Statt Medikamente nutzt sie die Kraft der Natur. Sie erzählt, welche Kräuter schlechte Laune im Herbst und Winter vertreiben.

Bergkamen

, 09.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher ist der Herbst recht gnädig mit uns. Die Temperaturen sind noch mild und bis auf ein paar Schauer lässt der Regen die Menschen in der Region in Ruhe. Die Sonne lässt sich oft blicken und die Bäume erstrahlen in kräftigem Gelb oder Rot.

Doch freilich gibt es auch die Schattenseiten der dunklen Jahreszeit – die ihrer Bezeichnung auch dieses Jahr wieder alle Ehre macht. Die Tage sind deutlich kürzer.

Ute Schäfers

Sonnenschein-Tee

Zutaten:
  • 30 g frische Ingwerwurzel
  • 20 g Salbei
  • 20 g Johanniskraut oder Melisse
  • 10 g Lavendel
  • 10 g zerkleinertes Süßholz
  • 10 g zerkleinerte Zimtrinde
  • 10 g Calendula
Anleitung:
  • Alle Zutaten gut mischen und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren, pro Tasse reichen zwei bis drei Teelöffel.
Achtung:
  • Wer die Pille nimmt, sollte auf Johanniskraut verzichten und dafür Melisse nehmen. Johanniskraut kann die Wirkung der Pille beeinflussen.

Manch einer verlässt das Haus morgens im Dunkeln und kommt abends im Dunkeln wieder heim.

Das wirkt sich bei einigen Menschen auf das Wohlbefinden aus. Man kommt morgens schlechter aus dem Bett, ist öfter schlecht gelaunt und manche plagt Heißhunger auf Ungesundes. Und wenn der Himmel nicht blau ist und es vielleicht noch regnet, hat man nur wenig Lust, nach draußen zu gehen.

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Doch genau das kann helfen: „Gerade jetzt ist es wichtig, am Tag Spaziergänge zu unternehmen. Wir brauchen Licht“, sagt die Bergkamenerin Ute Schäfer. Die Heilkräuterfachfrau erklärt, dass auch ein bewölkter Tag ordentlich Licht liefert. „Unser Körper braucht Vitamin D3. Und das kann er nur bei Licht aufbauen. Durch Vitamin D3 Mangel entstehen viele Krankheiten“, so Ute Schäfer.

Einfache Tipps gegen Depressionen in der dunklen Jahreszeit: So einfach geht gute Laune

Auch Rosenblätter kann man essen. In Ute Schäfers Garten blühen Blumen und Kräuter. Doch sie ist auch viel in der Natur unterwegs und sammelt dort. © Marcel Drawe

Anregender Tee gegen schlechte Laune

Doch die Kräuterexpertin hat noch mehr Tipps auf Lager. Sie mischt sich selber stimmungsaufhellende Tees aus Kräutern und Heilpflanzen.

„Gegen Winterdepression helfen vor allem Pflanzen mit wärmebildenden Eigenschaften wie Ingwer. Dazu kommen leicht stimmungsaufhellende Pflanzen wie Johanniskraut und Salbei. Süßholz und Zimt hilft zusätzlich gegen die gesteigerte Lust auf Süßes und Heißhungerattacken, die bei Winterdepression typisch sind“, sagt sie. Und sie hat noch einen weiteren Tipp für alle Teetrinker: Immer die Tasse oder Kanne abdecken, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben.

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Pure Sonnenenergie selber herstellen

Auch Düfte können die Stimmung heben. „Die über den Geruchssinn aufgenommenen Dämpfe wirken auf verschiedene Rezeptoren im Gehirn und können sich so positiv auf Stimmung und Nervensystem auswirken“, weiß die Kräuterexpertin.

Bei typische Antriebslosigkeit helfen anregende ätherische Öle. So sollen etwa Zitronen-, Rosmarin-, und Geranienöl aktivierend und stimmungsaufhellend wirken: Einfach je zwei Tropfen Zitronen-Öl und Rosmarin-Öl und zehn Tropfen Geranienöl über einer Aromalampe verdampfen.

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Etwas aufwendiger ist das Herstellen einer sogenannten Lichttinktur. Die darin enthaltenen Pflanzen dafür laut Ute Schäfer die pure Sonnen-Energie in sich. Doch wer sie herstellen will, muss ein Jahr vor Wintereinbruch damit beginnen. Denen, die im nächsten Jahr damit anfangen wollen, verrät Ute Schäfer das Rezept:

  • Huflattichblüten in 38 prozentigen Alkohol (Grappa oder Korn) einlegen. Huflattich blüht im Frühjahr.
  • Nach vier Wochen entfernt man die Blüten aus dem Alkohol und ersetzt sie durch eine Löwenzahnblüte.
  • Es folgen Johanniskrautblüten im Juni und im September Goldruten.
  • Es befindet sich immer nur eine Pflanzenart in dem Gefäß.
  • Heraus kommt eine sonnig gelbe Tinktur, von der man sich einen Spritzer ins Getränk geben kann – die pure Energie der Sonne

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Tipps gegen die Winterdepression

Ute Schäfer ist bestens für die dunkle Jahreszeit gewappnet. Von Vitaminen in Pillenform hält sie nichts. Stattdessen hält sie im Sommer bei Spaziergängen Ausschau nach natürlichen Kräutern, die dem Körper guttun.

Wer aber im Umgang und Erkennen der Pflanzen nicht so sicher ist wie sie, sollte sich entweder beraten lassen oder die Zutaten für Tee oder Tinktur kaufen oder im Internet bestellen. Wichtig ist laut Ute Schäfer, dass es Bio-Produkte sind.

Und wenn die Zutaten einmal da sind, ist die Herstellung ein Leichtes. Und wen die Lust packt, der kann sich noch viel mehr als Tee oder Tinkturen selbst herstellen – so wie Ute Schäfer. In ihrem Haushalt gibt es kein verpacktes Waschpulver oder gekaufte Cremes. Das tut dem Körper gut – und auch der Umwelt.

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