Bergkamenerin betrügt beim Abschluss eines Sky-Abos

dzGerichtsprozess

Ein 27 Jahre alte Frau aus Bergkamen wollte unbedingt Pay-TV, hatte dafür aber nicht das Geld. Sie wurde zur Betrügerin, flog dabei jedoch auf. Vor Gericht wurde sie nun verurteilt.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 25.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Staatsanwaltschaft warf der Bergkamenerin vor, am 1. April 2019 mit falschem Namen und unter Angabe eines fremden Kontos über das Internet ein Sky-Abo abgeschlossen und die dazugehörige Hardware geordert zu haben. Gesamtwert: 268,27 Euro.

Als Adresse gab die Angeklagte ihre an. Dorthin wurden auch sämtliche Geräte geliefert. Vor Ort soll sich die Angeklagte als die Frau mit dem falschen Namen ausgegeben und das Paket in Empfang genommen haben. Zudem sollen von dem fremden Konto die Beträge für das Abo abgebucht worden sein.

Angeklagte streitet Vorwürfe zunächst ab

Im Gericht stritt die Angeklagte alles ab. Sie kenne die Kontoinhaberin gar nicht, habe keine Lieferung erhalten und auch kein Abo abgeschlossen, behauptete sie. Nun holte der Richter aus und präsentierte aus der Akte heraus eine Reihe erdrückender Beweise: Der Paketdienst bestätigte die Entgegennahme durch eine Frau mit dem falschen Namen. Dieser setzte sich aus Teilen des echten Vornamens der Angeklagten plus dem Nachnamen ihres Lebensgefährten zusammen. Von Sky lagen Vertragsunterlagen vor. Die Handynummer der Angeklagten war beim Anbieter hinterlegt.

„Jetzt erzählen Sie mir, dass Sie nie etwas bekommen haben“, bohrte der Richter nach. Schließlich knickte die 27-Jährige ein und legte ein umfassendes Geständnis ab: „Ok, ich geb’s zu. Ich hab’s gemacht.“ Sie sei knapp bei Kasse gewesen, habe aber unbedingt Sky haben wollen. Die gelieferten Geräte habe sie inzwischen zum Unternehmen zurückgeschickt.

Geldstrafe wegen Betruges und Fälschung

Der Richter verurteilte die Angeklagte zu einer Geldstrafe von 600 Euro wegen Computerbetrugs und Fälschung beweiserheblicher Daten. Für die Bergkamenerin ist es die erste Strafe.

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