Hanf-Geschäft in Bergkamen: Rüdiger Klos-Neumann wartet auf klare Regeln

dzWirtschaft und Gesundheit

Rüdiger Klos-Neumann ist überzeugt von Hanf-Produkten. Er möchte sie in einem eigenen Geschäft verkaufen. Aber ob er das darf, weiß er immer noch nicht. Der Bergkamener kämpft weiter.

Bergkamen

, 03.07.2020, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rüdiger Klos-Neumann leidet seit 25 Jahren an Cluster-Kopfschmerzen – das sind durch einen Gendefekt hervorgerufene, starke Schmerzen, die äußert selten vorkommen. Nur CBD-Produkte – also Hanf – können die Schmerzen des Bergkameners lindern. Doch Hanfprodukte stehen vielerorts in Verruf und es ist teils schwer bzw. teuer, an Medikamente heranzukommen – trotz Cannabis-Gesetz. Klos-Neumann hat es selbst erlebt.

Für andere Betroffene und für sich kämpft er seit langem dafür, dass man einfacher und schneller an Medikamente und CBD-Produkte herankommt. Nichtmedizinische Produkte wie zum Beispiel Hanföl gegen Unterleib- oder Gelenkschmerzen will er in einem eigenen Geschäft in Bergkamen anbieten.

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Hanf-Geschäft in Bergkamen: Pläne liegen erst einmal auf Eis

Doch diese Pläne liegen erst einmal auf Eis. „So lange es keine einheitliche Regulierung von CBD-Produkten gibt, macht es als Unternehmer für mich keinen Sinn, russisches Roulette zu spielen“, sagt er. Erst vor kurzem habe die Stadt Köln den Verkauf solcher Produkte verboten, Düsseldorf denke darüber nach.

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Doch es geht auch anders: Bremen prüfe ein Modellprojekt, bei dem der Cannabis-Konsum erlaubt wird. Klos-Neumann kann sich das auch für den Kreis Unna vorstellen. Den Kontakt zu Politikern, wie dem Landrat Michael Makiolla hat er bereits gesucht. Er kämpft weiter. Der Traum von Cannabis-Geschäft ist nicht ausgeträumt.

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