Bergkamener spendet an Bedürftige – jetzt braucht er Hilfe beim Helfen

dzSpenden aus Bergkamen

Der Bergkamener Dirk Fißmer betreibt eine Hilfsorganisation und sammelt Spenden für Bedürftige. Vor dem Weihnachtsfest kam wieder viel zusammen. Doch Fißmer braucht auch selbst Hilfe.

Bergkamen

, 16.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Tonnen Hilfsgüter für den Armenisch-Akademischen Verein 1860 e.V., die direkt in das Krisengebiet Berg-Karabach gehen sollen. Darunter Kleiden, Decken, Töpfe, Pfannen und mehr. Dazu kommen Schuhe im Wert von 250.000 Euro. „Der Winter naht“, sagt Dirk Fißmer, der all diese Spenden zusammengetragen hat.

Fißmer betreibt die Hilfsorganisation „Education for all“ (EFA). Er sammelt Spenden und gibt sie an Vereine weiter oder bringt sie auch selbst zu den Hilfsbedürftigen.

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Im vergangenen Jahr seien 18 Tonnen Spenden zusammengekommen, berichtet Fißmer zum Jahreswechsel. Weil er nicht wisse, wie es nun mit Corona weitergeht, hat er sich entschieden, in diesem Jahr früher mit der Abgabe zum Jahreswechsel zu beginnen. Spenden gehen nicht nur nach Berg-Karabach, sondern auch in den Senegal. Zudem habe die Beratungsstelle Mitternachtsmission in Dortmund Hilfsgüter erhalten und ein Verein oder Heim in Deutschland bekomme Spielzeug.

Fißmer ist froh, helfen zu können, doch treiben ihn auch Sorgen um, weil er nicht weiß, wo er die Hilfsgüter künftig lagern soll. Bisher habe er von der Stadt Räume in der Alisoschule zur Verfügung gestellt bekommen. Doch die wurde nun bekanntlich verkauft.

Bergkamener Dirk Fißmer sucht ein neues Lager für die Spenden

Fißmer konnte seine Spenden bei Vereinen und anderen Hilfsorganisationen unterbringen. Auch zu Hause lagert er nun Dinge zwischen, die gespendet werden. Ein Dauerzustand kann das aber nicht sein. Und Fißmer sorgt sich zudem, dass er aus Platzmangel nicht mehr alle Spenden annehmen kann und im schlimmsten Fall Spender abspringen.

Fißmer arbeitet mit Unternehmen und Großspendern zusammen, die ihm gut erhaltene Ware zukommen lassen, die sonst wohl entsorgt würde. Fißmer geht es einerseits darum, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen, andererseits sei aber auch Nachhaltigkeit ein Aspekt.

Fißmer möchte auf jeden Fall weiterhelfen, doch ohne Lager wird der logistische Aufwand sehr hoch sein, wenn er überhaupt zu stemmen ist.

Dirk Fißmer verteilte vor dem Jahreswechsel viele Spenden – unter anderem an den Akademischen Armenischer Verein. Die Kinderkleidung, Schuhe etc. gehen nun in das Krisengebiet Berg-Karabach.

Dirk Fißmer verteilte vor dem Jahreswechsel viele Spenden – unter anderem an den Akademischen Armenischer Verein. Die Kinderkleidung, Schuhe etc. gehen nun in das Krisengebiet Berg-Karabach. © privat

Fißmer bittet deshalb um Hilfe. Ideal wären eine Garage und auch eine größere Halle von rund 300 m² in Bergkamen oder ganz in der Nähe. Miete kann Fißmer nicht zahlen. Doch er hofft, dass sich jemand unter Tel. (0157) 73317350 meldet, der genau so ein großes Herz hat, wie er. Infos zu seiner Hilfsorganisation und zu seinem Bildungszentrum in Tadschikistan gibt es unter www.fissmer-tadschikistan.de

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