Bergkamener siegt mit seinen Schülerinnen bei Landeswettbewerb

dzWettbewerb „Begegnung mit Ostereuropa“

Der aus Bergkamen stammende Künstler Markus Golz gehört bei einem Schülerwettbewerb zu den Siegern – allerdings nicht als Schüler, sondern als Lehrer und Betreuer.

Bergkamen

, 12.06.2019, 04:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als das Land Nordrhein-Westfalen kürzlich die Preise im Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ vergab, kamen die Preisträger aus Münster, Düsseldorf, Düren und 26 weiteren Städten aus NRW. Aus dem Kreis Unna war kein Schüler dabei – wohl aber ein Lehrer. Der Bergkamener Markus Golz ist mittlerweile seit einigen Jahren Studienrat und Kunstlehrer am Stiftischen Gymnasium in Düren und hat den von der Bezirksregierung Münster ausgelobten Preis als Betreuer von Emilia Pütz und Friederike Wildner bekommen.

Preis für Modelle von zwei „Tiny Houses“

Die beiden Achtklässlerinnen hatten unter dem Projektthema „Bauhaus ungleich Bauhaus oder: Wie wir leben wollen“ den ersten Preis mit einem Entwurf für „Tiny Houses“ gewonnen. Das sind kleine, mobile Häuser, die auf engstem Raum alles bieten, was zum Wohnen notwendig ist – außer viel Platz, wenn jemand viel Wert darauf legt.

Bergkamener siegt mit seinen Schülerinnen bei Landeswettbewerb

Die beiden Schülerinnen bauten aus Styropor und anderen Materialien Modelle ihrer kleinen Traumhäuser. © privat

Die gesamte Freizeit geopfert

Die beiden Mädchen hätten eine unglaubliche Energie entwickelt, staunt Golz, der sie im Rahmen des Kunstunterrichts betreut und angeleitet hat. Sie opferten fast ihre gesamte Freizeit, um aus Styropor und anderen Materialien Modelle der beiden kleinen Häuser zu bauen, wie sie sie sich vorstellen. Die Modelle sind sogar im Inneren detailgetreu und mit winzigen Möbeln ausgestattet. Der Lohn war der Landessiegerpreis für die Schülerinnen und ihren Lehrer.

Bergkamener siegt mit seinen Schülerinnen bei Landeswettbewerb

Sogar die Möbel in den Häusern bauten sie liebevoll, aber winzig für die Modelle. © privat

Das Städtische Gymnasium besucht

Golz selbst ist in Overberge aufgewachsen und hat das Städtische Gymnasium besucht. Nach einem Studium von Druckgrafik und Design an der FH Münster ging er als Meisterschüler von Professor Albert Oehlen an die Kunstakademie Düsseldorf und machte dort sein Staatsexamen mit Akademiebrief.

Als Künstler auch ein Provokatuer

Damals war er durchaus ein Künstler, der die kleine Provokation und den Verstoß gegen die Konventionen der Kunstszene liebte. Das kam damals sowohl im Aufbau seiner Werke als auch in der Materialwahl zum Ausdruck. Bei einer Ausstellung in der Bergkamener städtischen Galerie sohle1 verwendete er zum Beispiel Senf und Ketchup, Paniermehl und Eier für die Gestaltung seiner Werke.

Für Beruf eigene Ambitionen hinten angestellt

Mittlerweile liegt sein beruflicher Schwerpunkt aber ganz klar auf seinem Beruf als Kunstlehrer macht er heute deutlich. Dahinter sind seine eigenen künstlerischen Ambitionen zurückgetreten. Durch seinen Beruf beschäftigt er sich wieder intensiver mit dem Bereich Druckgrafik. „Der bietet sich an, um auch die Schüler im Rahmen des Kunstunterrichts mit einzubeziehen“, sagt er. Kunst ist am Stiftischen Gymnasium in Düren immerhin auch als Abiturfach möglich.

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