Bergkamener Radfahrer warten weiter auf den Asphalt auf ihren Wegen

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Wer auf Bergkamener Radlertrassen fährt, ist je nach Wetter verschlammt oder verstaubt. Ein moderner Belag wie Asphalt könnte Abhilfe schaffen. Aber der findet sich nur auf wenigen Radwegen

Bergkamen

, 22.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr sind in Bergkamen zwei neue Radwege gebaut worden. Und beide kann man benutzen, ohne sich bei Regen völlig einzusauen oder bei Sonnenschein in einer Staubwolke zu verschwinden: Sie sind asphaltiert.

Damit entsprechen sich nicht nur dem modernen Stand des Radwegebaus, sondern auch dem politischen Willen des Bergkamener Stadtrates. Der hatte schon vor rund zwei Jahren beschlossen, dass die Radwege im Stadtgebiet nach Möglichkeit eine Asphaltdecke bekommen sollen.

Die meisten Radwege verschlammen bei Regen

Gemessen an der Länge der Radwege ist seitdem nicht allzu passiert. Die beiden neuen und asphaltierten Radwege an der Landwehrstraße in Overberge und zwischen dem Sandbochumer Weg und der Straße An der Bummannsburg machen nur eine kurze Strecke aus. Die meisten anderen viel genutzten Radwege in Bergkamen sind nach wie vor mit einer so genannten wassergebundenen Decke versehen – die bei Regen verschlammt und bei Sonne staubt.

So wie am Datteln-Hamm-Kanal haben die meisten Radwege eine wassergebundende Decke: Sie verschlammt bei Regen und staubt bei Sonnenschein.

So wie am Datteln-Hamm-Kanal haben die meisten Radwege eine wassergebundende Decke: Sie verschlammt bei Regen und staubt bei Sonnenschein. © Stefan Milk

Außerdem kann der Stadtrat über einige wichtige Radrouten gar nicht verfügen. Der Kuhbachweg beispielsweise, der das Stadtgebiet von Ost nach West durchquert, gehört dem Lippeverband. Die Klöcknerbahntrasse, die von Kamen bis zum Datteln-Hamm-Kanal führt, fällt in die Obhut des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Die Radweghüter beider Verbände sind von der Stadt Bergkamen über die Ashphaltwünsche informiert worden. Und sie stoßen dort auch durchaus auf offene Ohren, wie Lippeverbandssprecherin Anne-Kathrin Lappe und ihr RVR-Kollege Jens Hapke auf Nachfrage unisono bestätigen.

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Asphalt senkt die Unterhaltungskosten

Das liegt nicht nur daran, dass Asphalt den Komfort für die Radfahrer erhöht. Auch der Unterhalt ist für den Radweg-Besitzer wesentlich günstiger. Deshalb setzen auch Lippeverband und Regionalverband in Zukunft auf diesen Belag.

Die Betonung liegt allerdings auf „in Zukunft“.

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Denn weder Lippeverband noch RVR werden wegen des Ratsbeschlusses die Asphaltiermaschinen nach Bergkamen schicken. Die kommen erst zum Einsatz, wenn neue Radwege gebaut oder bestehende erneuert werden. In Bergkamen haben weder der RVR noch der Lippeverband solche Projekte in Planung.

Immerhin ist für die Klöcknerbahntrasse Besserung in Sicht, verspricht Hapke vom RVR. Sie soll Bestandteil des Radschnellwegs Ruhr (RS 1) werden und dann auch einen Belag aus Asphalt bekommen. Die Sache hat nur einen Haken: Der RS 1 befindet sich noch in der Planungsphase.

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