Bergkamener Kulturreferat will die Lichtkunst besser ins richtige Licht rücken

dzAngebot für Kunstinteressierte

Das Kulturreferat will mit der Lichtkunst mehr Touristen nach Bergkamen locken. Es arbeitet an einem Konzept, wie es mehr Kunstinteressierte in die Stadt holen kann.

Bergkamen

, 18.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bergkamen ist zweifellos so etwas wie die Lichtkunsthauptstadt der Hellweg-Region – von Unna mit dem Lichtkunstzentrum einmal abgesehen. Zwölf Lichtkunstwerke gibt es in der Stadt, geschaffen zum Teil von international renommierten Künstlern. Das sind mehr als in so gut wie jeder anderen Stadt in der Umgebung.

Kulturreferat will Touristen an die Lichtkunst heranführen

Das Kulturreferat überlegt jetzt, wie es Auswärtige auf diesen Umstand besser aufmerksam machen und mehr Kunstinteressierte in die Stadt locken kann. Hinzu kommt, dass es diejenigen besser betreuen und an die Kunstwerke heranführen will als es bisher möglich war. Ansatzpunkte gibt es bereits: „Wir haben festgestellt, dass häufig Einzelpersonen oder Gruppen in die Stadt kommen, um sich die Lichtkunstwerke anzuschauen – aber oft bekommen wir gar nichts davon mit“, sagt Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel.

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Das Kulturreferat denkt deshalb darüber nach, mehr Touren anzubieten, auf denen die Lichtkunstwerke angemessen präsentiert werden – und auf denen sie auch alle eingeschaltet sind. Bisher ist es schwierig, einzelne Kunstwerke auch tatsächlich zu erleben. Beispiele sind der Lichtbrunnen von Julia Hölmer am Rathaus, der nur zu bestimmten Zeiten eingeschaltet ist – oder das Lichtkunstwerk „Netzkarte“ von Rochus Aust an einer Hauswand am Nordberg, für das ein Projektor eingeschaltet werden muss.

„Segways“ sind bei der Probe durchgefallen

Das Kulturreferat probiert schon seit einiger Zeit, wie sich individuelle Lichtkunsttouren organisieren lasen, auf denen die Teilnehmer möglichst alle oder fast alle Bergkamener Lichtkunstwerke sehen können.

Sogar mit sogenannten „Segways“ hat das Kulturreferat experimentiert. Sie fielen allerdings durch. „Die Touren sind zu lang und zu gefährlich“, sagt Schmidt-Apel. Jetzt denken die Verantwortlichen darüber nach, ähnliche Bustouren wie bei der jährlichen Lichtkunstnacht auch häufiger anzubieten. Eventuell soll es nach dem Ende der Rundtour noch etwas zu essen und zu trinken geben – und Gelegenheit, sich über die Lichtskunstwerke auszutauschen.

Neben den Lichtkunstwerken will sich das Kulturreferat auch mit den anderen Kunstwerken im öffentlichen Raum befassen, von denen es in Bergkamen ebenfalls sehr viel gibt. Die Kulturamtsleiter und Kulturreferenten aus der Region hätten Mindeststandards für den Umgang mit der Kunst formuliert, die an Straßen und Plätzen steht, sagt Schmidt-Apel. „Die wollen wir auch in Bergkamen umsetzen.“

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