Bergkamener Kinder chillen in Mexiko

dzKulturtage im Wasserpark

Sombreros, die durch die Luft fliegen, Geister und Menschen mit bunt bedruckten Ponchos sind selten im Wasserpark zu sehen. Doch zur Abschlusspräsentation der Kinderkulturtage sorgt dies für bleibende Eindrücke.

Bergkamen

, 17.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Fünf Tage braucht es nur, und aus Bergkamener Mädchen und Jungen werden gleichaltrige Mexikaner. Jedenfalls ein bisschen. Sie haben in diese Zeit die Kultur und Sprache des lateinamerikanischen Landes ein wenig näher gelernt und sich selbst ganz sicherlich auch. Denn schon mit dem Eröffnungslied „Wir chillen in Mexio“ zeigt sich, das der Bergkamener Nachwuchs durchaus das Zeug hat, an der nächsten DSDS-Staffel teilzunehmen. So jedenfalls formulierte es Gereon Kleinhubbert, Leiter der Jugendkunstschule.

Bergkamener Kinder chillen in Mexiko

Mit artistischen Einlagen begeistern die Nachwuchskünstler während der Abschlussvorstellung das Publikum. © Marcel Drawe

Nur gute Geister

Ohnehin sei Musik in diesem Jahr ein großes Thema gewesen: Die Kinder hätten die Finger kaum von den Instrumenten lassen können, sagt Kleinhubbert. Und der ein oder andere hat sicherlich sein schauspielerisches oder gestalterisches Talent entdeckt. So erzählt die Schauspielgruppe unter Leitung von Theaterpädagogin Birgit Schwennecke den Alltag mexikanischer Schüler. Vom Aufstehen, waschen und ihrem Weg durch Mexiko-City inklusive der Begegnung mit gefährlichen Banditen bis zum Schulbesuch und dem „Dia de los muertos“. Dem Tag, an dem die Mexikaner ihrer Toten gedenken. Und den feiern sie mit einem frühlichen Volksfest und Geistern, die keine bösen sind, wie die Bergkamener Mexikaner ihren Zuschauern deutlich zeigen. Die sind fasziniert von dem, was rund 100 Kinder ihrem Publikum präsentieren. Nicht nur, was die Nachwuchs-Künstler zeigen, sonder wie sie es tun. Selbstbewusst, wie zum Beispiel Alice, die erklärt, wie sie die Amulette, die jedes Kind erhalten hat, hergestellt haben und wie die Sache mit dem Blattgold funktioniert. Denn: „Das ist echt“ betont die junge Moderatorin.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Kinderkulturtage

17.08.2018
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Die Gruppen warten gespannt auf ihren Auftritt.© Marcel Drawe
Die Theatergruppe erzählt den Schulalltag nach. © Marcel Drawe
Das Lied zur Eröffnung: "Wir chillen in Mexiko". © Marcel Drawe
Die Zuschauer spenden viel Applaus. © Marcel Drawe
Dieses mexikanische Dorf ist innerhalb von nur fünf Tagen im Wasserpark gewachsen. © Marcel Drawe
Die Akrobaten zeigen ihre Kunststücke. © Marcel Drawe
Für jedes Kind gab es einen Sombrero-Hut und Poncho. © Marcel Drawe
Mit wunderschönen Masken erschrecken die Kinder als Geister das Publikum. © Marcel Drawe
Die Tanzperformance war perfekt.© Marcel Drawe

Gereon Kleinhubbert ist „sehr zufrieden“ mit dem Verlauf der Kinderkulturtage. Der Wasserpark als Veranstatungsort haben sich einmal mehr bewährt, auch wenn es ein Risikospiel mit dem Wetter gewesen sei. Doch im Vergleich zum Pestalolzzihaus, wo sich die einzelnen Gruppen im Vorjahr „gegenseitig beschallt“ hätten, biete der Wasserpark mehr Weite. „Trotzdem geht das Gruppengefühl hier niemals verloren“, sagt Kleinhubbert. Ein Wepsenstich, eine Scherbe und ein Dozentenausfall aus Krankheitsgründen – das seien die einzigen besonderen Ereignisse im Umfeld der Kinderkulturtage gewesen. Die sollen auch im kommenden Jahr wieder zum Angebot der Jugendkunstschule gehören und dann wahrscheinlich ebenfalls wieder im Wasserpark stattfinden.

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