Bergkamener hortet Gewehre und Maschinengewehre – und muss nur eine Geldbuße zahlen

dzGericht

Ein Bergkamener hortete zu Hause ein veritabeles Waffenlager. Vor Gericht kam er allerdings ziemlich glimpflich davon. Das hängt mit dem Zustand der Waffen zusammen.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 25.10.2019, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

Maschinengewehre aus Japan, aus Tschechien und Finnland teilweise von 1937, Bauteile für russische Gewehre, ein Mündungsfeuerdämpfer, Sturmgewehre. Es war eine wahrlich umfangreiche Sammlung, die Ermittler im Sommer 2017 in der Wohnung eines Bergkameners sicherstellte. Sämtliche Teile waren allerdings unbrauchbar gemacht worden. Gleichwohl musste sich der Besitzer im Schöffengericht des Amtsgerichts Unna wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Wer eine Waffe unscharf macht, muss sich streng an Richtlinien des Waffengesetzes halten.

An dieser Stelle stand das Gericht vor einer echten Herausforderung. Da sich das Waffenrecht immer wieder ändert, musste es herauszufinden, wann der Angeklagte welche Waffe erworben hatte. Aber sowohl das, als auch die Frage, ob der Bergkamener die Gewehre selbst verändert hatte, konnten nicht geklärt werden. Nach einem einstündigen Rechtsgespräch, an dem auch ein Sachverständiger beteiligt war, stellte das Gericht das Verfahren gegen den 56-Jährigen vorläufig ein. Da er so oder so gegen das Waffengesetz verstoßen hatte, muss der Mann, der sich bislang strafrechtlich nichts hatte zu Schulden kommen lassen, als Auflage für eine endgültige Einstellung 1800 Euro zahlen.

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