Bergkamener der Vergewaltigung angeklagt

Gericht

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung auf dem Parkplatz eines Möbelhauses in Recklinghausen steht ein Schichtarbeiter (41) aus Bergkamen seit Dienstag in Bochum vor Gericht. Die Anklage skizziert ein perfide erzwungenes Pkw-Sextreffen – der Angeklagte jedoch ist sich keiner Schuld bewusst.

Bergkamen

, 28.08.2018 / Lesedauer: 3 min
Bergkamener der Vergewaltigung angeklagt

Ein Bergkamener muss sich vor dem Landgericht Bochum wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verantworten. © dpa

Nach Angaben des Bergkameners hat er sich im Oktober 2016 zweimal mit der genau wie er verheirateten Frau getroffen. „Wir hatten uns über eine Facebook-Gruppe kennengelernt und irgendwann ein Treffen verabredet“, erinnerte sich der Angeklagte jetzt in der Verhandlung vor Gericht.

Treffen auf Parkplatz

Weil er sich angeblich in Recklinghausen nicht auskannte, habe man sich mit dem Ostermann-Parkplatz an der A2 auf einen markanten Treffpunkt verständigt. Was dann in seinem Peugeot Kombi passiert ist, schildert der 41-jährige Bergkamener so: „Ich habe sie gefragt: Bist Du eine heiße Frau?“ Nachdem als Antwort im Gesicht der Frau ein breites Grinsen abzulesen gewesen sei, habe er gesagt: „Heiße Frauen wissen was sie wollen!“ Dann sei er auf den Beifahrersitz „rübergehüpft“, habe sich mit der Frau geküsst und dann einvernehmlich geschützten Sex mit ihr gehabt. Und zwei knapp zwei Wochen später bei einem zweiten Treffen noch einmal.

Laut Anklage geht es nur um ein Parkplatz-Treffen – das soll aber alles andere als einvernehmlich abgelaufen sein. Danach soll der Schichtarbeiter die Frau, die ihn nach anfänglichem Hin-und-Her-Texten bei „Facebook“ gesperrt haben soll, zu dem Treffen am 26. Oktober 2016 gezwungen haben, indem er gedroht haben soll, ansonsten den Nachrichten-Verlauf ihrem Ehemann zuzuspielen. „Du hast großen Mist gebaut, indem du mich blockiert hast“, soll der 41-Jährige unter einem Fake-Profil mit einem Frauennamen an die Frau geschrieben haben. „Aus Angst“, so die Anklage, habe sie dann gegen ihren Willen eine Vergewaltigung auf den umgeklappten Rücksitzen des Pkw Kombis über sich ergehen lassen.

Es droht eine Haftstrafe

Die Vergewaltigungsvorwürfe der Frau kann der Bergkamener nicht verstehen. Ebenso wenig, dass der Kontakt sofort nach dem letzten Treffen abgerissen sei. „Sie war plötzlich ganz anders zu mir“, so der 41-Jährige.

Für den Prozess vor dem Bochumer Landgericht haben die Richter vorerst noch zwei weitere Verhandlungstage bis zum 5. September anberaumt. Im Fall einer Verurteilung wegen Vergewaltigung drohen dem Bergkamener mindestens zwei Jahre Haft.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Freibad

Kampf für das Naturfreibad Heil: „Nach 109 Jahren kann doch nicht plötzlich Schluss sein.“

Hellweger Anzeiger Töddinghauser Straße

„Massiver Eingriff in die Grundrechte“: Jetzt ziehen die Geräumten vor Gericht

Hellweger Anzeiger Musikalische Ferien

In Bergkamen entsteht ein hippes Musikvideo: Jugendliche spucken große Töne

Hellweger Anzeiger Verlust der Vereinsgaststätte

Die Oberadener Vereine behelfen sich und hoffen auf den neuen Raum im Museum

Hellweger Anzeiger Kinderkulturtage

Schmuse-Schafe und stampfende Elefanten: Tierisches Ferienprojekt im Wasserpark

Meistgelesen