Bergkamen wirbt beim Landesparlament für Partnerstadt Silifke

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Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke erkundigt sich in Bergkamen nach der Partnerschaft mit Silifke. Die Stadt nutzt die Gelegenheit, für ihre Partnerstadt zu werben.

Bergkamen

, 05.09.2019, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bergkamener Partnerstadt Silifke kann darauf hoffen, Mittel für Umweltprojekte aus europäischen oder deutschen Förderprogrammen zu bekommen. Landtagsvizepräsidentin Carina Gödecke (SPD) versprach bei einem Besuch in Bergkamen jedenfalls, sich dafür einzusetzen. Die Bergkamener Partnerstadt profitiert bisher nicht von solchen Programmen, weil die Türkei kein EU-Mitglied ist. Dabei ist das Potenzial groß für ökologisch sinnvolle Projekte, sagt Thomas Hartl, der bei der Stadt der für die Partnerschaften zuständige Amtsleiter ist.

Hilfe für Solaranlagen

„In Silifke scheint beispielsweise an 300 Tagen im Jahr die Sonne, aber Solaranlagen gibt es bisher nicht“, sagte er. Die Bergkamener Willy-Brandt-Gesamtschule hatte unter andere versucht, ihrer türkischen Partnerschule das Thema über gemeinsam gebaute Solarautos nahe zu bringen. Hartl hält auch die Beteiligung an Aussichtsplattformen auf das Göksu-Delta für ein mögliches Projekt, um das Naturschutzgebiet zu entlasten.

Gödecke ist Vorsitzende der fraktionsübergreifenden Parlamentariergruppe „Türkei“ im Landtag. Die Gruppe engagiert sich für freundschaftliche Kontakte zwischen Nordrhein-Westfalen und der Türkei.

In diesem Jahr hat sich die Parlamentariergruppe entschlossen, alle rund 30 Städte in NRW zu besuchen, die eine Partnerstadt in der Türkei haben. Dabei geht es unter anderem darum, welche Erfahrungen sie insbesondere in der Zeit nach dem gescheiterten Putsch gegen die Regierung Erdogan gemacht haben. Seitdem sind die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei deutlich schwieriger geworden.

Diskussion über Partnerschaft mit türkischer Stadt

Darüber sei auch in Bergkamen diskutiert worden, teilte Bürgermeister Roland Schäfer der Landespolitikerin mit. Dabei sei es auch darum gegangen, wie die Stadt bei den ich verändernden politischen Rahmenbedingungen mit ihrer türkischen Partnerstadt umgehen will. „Die einmütige Auffassung wa, die Kontakte fortzusetzen, das das Ziel der Völkerverständigung durch Begegnungen zwischen den Menschen unabhängig von der politischen Großwetterlage Bedeutung hat“, zitiert die Stadt Bergkamen ihren Bürgermeister.

Wie Hartl berichtet, gibt es bei den Kontakten nach Silifke auch keine Probleme, obwohl der Bürgermeister dort bei der jüngsten Kommunalwahl gewechselt hat. Es gibt regelmäßig Bürgerreisen, Kontakte zwischen Feuerwehr, Polizei und Verwaltungen, gemeinsame Umweltkonferenzen und Schulpartnerschaften.

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