Bergkamen präsentiert seine E-Flotte

dzElektro-Autos

Leiser als ein Staubsauger gleiten einige Fahrzeuge der Stadt Bergkamen über die Straßen. Die E-Flotte, die mittlerweile vier Fahrzeuge umfasst, soll einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Bergkamen

, 15.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dem Gelände des Baubetriebshofes haben Mitarbeiter bereits einige Fahrzeuge, Fahrräder und Maschinen akkurat nebeneinandergestellt. Neben ihnen steht Bürgermeister Roland Schäfer (SPD) und deutet auf den kleinen Fuhrpark. „Das dient alles dem Klimaschutz“, sagt er.

Die Fahrzeuge, Fahrräder und Maschinen werden nämlich elektrisch betrieben. Vier E-Autos umfasst die Flotte der Stadt Bergkamen mittlerweile, dazu kommen noch drei elektrische Fahrräder und mehrere Maschinen, etwa Laubbläser und sogenannte Freischneider. „Den Smart habe ich schon mal als Dienstwagen genutzt“, sagt Schäfer, „der geht ab wie Schmitz‘ Katze!“

Thomas Hartl, Leiter der Zentralen Dienste, freut sich besonders über die Neuanschaffungen: Einen Golf und einen Transporter, beide mit E-Motoren. „Die sind leiser als ein Staubsauger“, sagt er. Beide Fahrzeuge sind in den vergangenen Wochen angekommen. „Wir hatten extreme Lieferschwierigkeiten bei den Händlern“, meint Hartl. Der Golf sei etwa bereits vor dem Sommer bestellt worden, doch die Industrie komme bei den Anfragen oft nicht hinterher. E-Autos brauchen nicht nur länger bei der Lieferung, sondern schlagen auch mehr zu Buche: Der Golf (136 PS, schafft eine Strecke von bis zu 300 Kilometern) kostete etwa 32.000 Euro, für Transporter (65 PS, schafft eine Strecke von über 100 Kilometern) legte die Stadt knapp 28.000 Euro auf den Tisch. Dabei konnte sich die Stadt aber über Förderzuschüsse von 40 Prozent freuen. „Das ist ohne Förderung für eine Privatperson schon eine sehr hohe Summe“, meint Hartl.

Bergkamen präsentiert seine E-Flotte

Auch Laubbläser kommen mit elektrischem Antrieb aus – und sind in der E-Variante viel leiser. © Marcel Drawe

Stephan Polplatz, Leiter des Bergkamener Baubetriebshofes, begeistern vor allem die niedrigen Wartungskosten. „Die erste Wartung des weißen Smarts kostete rund 120 Euro – das ist nichts“, sagt er freudig. Weitere Neuanschaffung seien auch geplant: Im März soll etwa ein sogenannter Street-Scooter – ähnlich wie die, die auch die Post benutzt – beim Bauhof eintreffen. Das Fahrzeug hat aber keine Halterung für Briefe und Pakete, sondern einen Drei-Seiten-Kipper.

Die E-Flotte sei bei den Mitarbeitern der Stadt anfangs auf Zweifel und Skepsis gestoßen, gibt Hartl zu. „Das hat sich aber gelegt. Die Fahrzeuge sind mittlerweile extrem gefragt.“

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