Bergkamen muss bei der Kinderbetreuung auch 2020 noch improvisieren

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Der Bau des neuen Kindergartens im Gesundheitszentrum PueD ist bis 2020 wohl nicht mehr zu schaffen. Jetzt setzt die Stadt auf Improvisation und die Awo.

Bergkamen

, 21.10.2019, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn es um Kindergartenplätze geht, ist die Bergkamener Sozialdezernentin Christine Busch Kummer gewohnt. Eigentlich hatte sie gehofft, dass ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 zumindest ausreichend Kindergartenplätze für alle Kinder über drei Jahren zur Verfügung stehen.

Das hätte jedoch vorausgesetzt, dass, wie geplant, bis dahin weitere drei Kindertagesstätten fertig sind. Es ist jedoch absehbar, dass daraus nichts wird: Für den ersten Bauabschnitte des Gesundheitszentrum PueD (kurz für „Partner unter einem Dach“) auf der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 in Weddinghofen steht immer noch kein Baubeginn fest.

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Sozialdezernentin setzt auf die Awo

Dort soll ein Kindergarten entstehen, dessen Träger das Lebenszentrum Königsborn wird. Er soll der erste Bergkamener Kindergarten werden, in dem auch Kinder mit Behinderungen betreut werden können. Jetzt setzt Busch darauf, dass zumindest die beiden geplanten Awo-Kindergärten am Hermann-Görlitz-Zentrum in Bergkamen-Mitte und an der Berliner Straße in Weddinghofen rechtzeitig zum nächsten Kindergartenjahr fertig werden.

Eigentlich sollen beide Kindergärten Einrichtungen ersetzen, die in die Jahre gekommen sind und deshalb geschlossen werden sollen. In Mitte will die Awo eigentlich den Ein-Gruppen-Kindergarten im ehemaligem „Café im Takt“ am Hallenbad aufgeben.

Bergkamen muss bei der Kinderbetreuung auch 2020 noch improvisieren

Auf dieser Fläche auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 soll das Gesundheitszentrum mit Kindergarten entstehen. © Stefan Milk

Awo soll alte Kindergärten erst einmal weiter betreiben

In Weddinghofen soll der neue Kindergarten der Ersatz für das Familienzentrum „Vorstadtstrolche“ in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule an der Schulstraße werden. Busch hat mit der Awo vereinbart, dass zunächst alle Einrichtungen parallel weiter betrieben werden, um ausreichend Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen. Erst wenn sich die Situation entspannt, sollen die alten Einrichtungen geschlossen werden. Wie schnell neue Kindergärten gebaut werden können, hatten die Johanniter gezeigt, die ihre ersten beiden Kindergärten in Bergkamen jeweils innerhalb von wenigen Monaten hochzogen und in Betrieb nahmen. Sie betreiben Kindergärten an der Eichendorffstraße in Mitte und an der Sugambrerstraße in Oberaden.

Jugendamt muss weiter improvisieren

Busch ist sicher, dass das Jugendamt auch mit dieser Verzögerung umgehen kann. Bisher hatte die Stadt die Kinderbetreuung, auf die für Kinder ab drei Jahren ein Rechtsanspruch besteht, auch mit Hilfe des Tagesmüttervereins sichergestellt.

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