Beim Westernreiten spritzt schon mal eine Sandfontäne

dzSunray-Ranch

Beim Westernreiten geht es anders zu als bei einem klassischen Reit- und Springturnier. Stammgäste der Sunray-Ranch wissen das. Denn Overberge ist ein Zentrum dieser Reit-Disziplin.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Overberge

, 22.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an“, sang einst die Country-Band Truck-Stop. Doch das war einmal. Inzwischen ist der „Wilde Westen“ längst auch in Bergkamen angekommen. Vor 30 Jahren hat sich der seit Kindheitstagen pferdebegeisterte Albert Schulz zusammen mit Ehefrau, Sohn und Tochter im beschaulichen Overberge einen Lebenstraum erfüllt.

In einer flachen Talsenke wurde aus einem alten Anwesen die „Sunray-Ranch“, die sich zu einem echten El-Dorado für Westernreiter entwickelt hat. Neben einer komfortablen Reithalle gibt es hier auch zwei Außenplätze, einen Trailparcours, ein Round-Corral und zwanzig sattgrüne Hektar Weideland.

Beim Westernreiten spritzt schon mal eine Sandfontäne

Westernreiten ist keine Frage des Alters © Borys P. Sarad


Eine der ersten Adressen für Westernreiter

Keine Frage also, dass die Sunray-Ranch europaweit zu einer ersten Adresse in Sachen Westernreiten geworden ist. An diesem verlängerten Wochenende war es wieder einmal soweit. Über 300 Reiter-und-Pferd-Paare waren angereist, um sich beim Trophy-Turnier der Westernreiter-Union Westfalen (EWU) in knapp 100 Wettbewerben zu messen. Etliche ehrenamtliche Helfer sorgen dabei in allen Bereichen, dass es bei der Veranstaltung an nichts mangelt. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um ein klassisches Reit- und Springturnier handelt. Denn statt hochgewachsener schlanker Springpferde, beherrschen hier Pferderassen das Bild, die man eher aus Wildwest-Filmen kennt.

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Turnier im Westernreiten auf der Sunray-Ranch in Overberge

Zum Westernreit-Turnier in Overberge kamen über 300 Teilnehmer.
22.06.2019
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Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys P. Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten

Schiedsrichter© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad
Turnier im Westernreiten© Borys Sarad

Westernreiter brauchen wendige Pferde

„Nur Pferde, wie das bunt gescheckte Paint-Horse, das Quarter-Horse, der Appalooser oder auch der kräftige Kaltblüter „Irish Cob“ sind wendig genug, die komplizierten Übungen beim Westernreiten durchzuführen“, erklärt Albert Schulz. „Denn alle diese Pferde haben immer noch die Fähigkeit in ihren Genen, schwierige Aufgaben und sogar steilste Trails komplett selbstständig zu meistern.“

Und aus diesem Grund haben die Trophy-Wertungen auch genau die Anforderungen, die damals an die Cowboy-Pferde gestellt wurden. So müssen sie den Reiter sicher über das Gelände tragen, auch wenn dieser mal gerade nicht die Zügel führt, weil er gerade ein Lasso wirft.

Beim Westernreiten spritzt schon mal eine Sandfontäne

Beim Westernreiten kommt es auch auf die Geschicklichkeit an. © Borys P. Sarad


Übungen wie bei der Ranch-Arbeit

Und auch bei der Ranch-Arbeit muss das Pferd wissen, worauf es ankommt. Wenn beispielsweise ein Rind von der Herde getrennt werden soll und das Pferd blitzschnell von hundert auf null abbremst. Zur Gaudi des Publikums wird dabei mit den Hufen meist eine Sandfontäne schwungvoll nach vorne geschleudert.

Ob das zu wertvollen Sonderpunkten führt, entscheiden die beiden Schiedsrichterinnen, die nicht nur die Leistungen der Pferde, sondern auch die der Reiterinnen und Reiter fachkundig beurteilen. So werden bei der Showmanship-Qualify nicht nur die möglichst fehlerfreie Leistung des Pferdes, sondern auch Haltung und das schicke Outfit von Reiterin oder Reiter beurteilt.

Sunray-Ranch

Ein Tag für die Kinder

Am Sonntag 30. Juni, veranstaltet die Sunray-Ranch an der Friedhofstraße in Overberge einen „Kids-Day“. Kinder jeden Alters können an diesem Tag das Westernreiten ausprobieren.

Auch die Tiere sollen sich wohlfühlen

Neben den beiden Schiedsrichterinnen, hat auch „Steward“ Daan van Wingerden ein waches Auge auf das ganze Geschehen. „Nicht nur der Mensch muss sich wohlwühlen, sondern ganz besonders auch das Pferd“, sagt er. Meist verbringen die Reiter mit ihren Pferden die gesamten vier Turniertage in Overberge. Auf extra eingerichteten „Paddocks“ haben sie mit Camper und Pferd auf dem Weideland ihr Nachtlager aufgeschlagen, so wie auch Aurelia Botter-Lolobali, die in Hattingen ebenfalls einen Pferdehof betreibt. „Das Besondere gerade auf der Sunray-Ranch ist die große Familie, die wir immer alle sind, wenn wir hier sind.“

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