Beim roten Römer stehen bleiben – erste Ampel mit Römern in Betrieb

dzAmpelmännchen

Am Stadtmuseum weisen zwei besondere Ampelmännchen Passanten den Weg. Sie tragen Schild und Pilum und erinnern an die Geschichte Oberadens.

Bergkamen

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn Fußgänger die Jahnstraße an der Fußgängerampel vor dem Stadtmuseum überqueren wollen, gibt ihnen ein besonderer Ampelmann das Signal, wann sie gehen dürfen. Bergkamen hat als erste Stadt bundesweit Ampelmännchen in Betrieb genommen, die aussehen wie römische Legionäre. Wenn der Römer auf der Signalscheibe mit Schild und Pilum losmarschiert, dürfen auch Fußgänger gehen.

Bergkamen ist die einzige Stadt mit Römer-Ampelmännchen

Die Ampelmännchen gibt es bisher nirgendwo anders. Die Bergmanns-Männchen, die es seit einigen Wochen in Bergkamen gibt hat die Stadt aus Duisburg übernommen. Die Römer jedoch haben Claudia Richten und Jürgen Becker vom Media-Team Duisburg eigens für Bergkamen entworfen. An diesem Donnerstag waren die beiden Designer eigens nach Oberaden gekommen, um sich ihr Werk in Aktion umzuschauen. Mit den Römer-Männchen hat Bergkamen auch so klassische deutsche Römerstädte wie Köln, Trier oder Xanten überholt. „Auf die Idee ist bisher niemand vor uns gekommen“, sagt Bürgermeister Roland Schäfer mit einem gewissen Stolz in der Stimme.

Tassen und T-Shirts mit dem Römer-Motiv

Für Bergkamen hat das den Vorteil, dass sie anders als bei den Bergmännchen Lizenzinhaber für die Römer ist. Das heißt, sie kann das Motiv auch nutzen, um Tassen, T-Shirts und andere Souvenirs damit zu bestücken und zu verkaufen. „Das wollen wir auch tun“, sagt Schäfer. Die beiden Designer hatten sich gleich mit Museumsleiter Mark Schrader und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Dr. Jens Herold, zusammengesetzt, um Vermarktungsmöglichkeiten abzustimmen. Wenn eine andere Institution die Motive nutzen will – zum Beispiel eine andere Römerstadt – muss sie dafür Gebühren an die Stadt Bergkamen zahlen.

Keine Angst vor Missverständnissen

Schäfer hat keine Zweifel, dass auch die Römer statt der üblichen Ampelmännchen unmissverständlich anzeigen, wann Fußgänger gehen dürfen und wann sie warten müssen. Die Stadt Dortmund hatte die Bergmanns-Ampeln abgelehnt, weil sie Regressforderungen fürchtet, wenn jemand die Signale missversteht. Das hält Schäfer für ausgeschlossen.

Nach der Ampel am Stadtmuseum soll auch die Ampel Jahnstraße/Am Römerberg in den nächsten Tagen mit den Römer-Männchen ausgestattet werden.

Passanten hatten übrigens nur eines zu bemängeln: Das grüne Ampelmännchen ist zu kurz zu sehen. Eine größere Gruppe schaffe es nicht, über die Straße zu kommen, bevor der rote Römer wieder leuchtet.

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