Bei ihren Jugendzentren setzt die Stadt auf Arbeitsteilung

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Die etwas älteren Besucher der städtischen Jugendzentren orientieren sich nach Oberaden, die jüngeren nach Weddinghofen. Diese Änderung bleibt bestehen, auch wenn personell Änderungen anstehen.

Bergkamen

, 09.09.2019, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf der Website, auf der die Stadt Bergkamen ihre Jugendzentren vorstellt, wird Ludger Kortendiek als Ansprechpartner genannt. Das ist insofern richtig, als Kortendiek das städtische Jugendamt leitet. Bereits Anfang des Jahres hat er diese Position übernommen, erfüllt aber parallel dazu weiter die Funktion des „Sozialpädagogischen Leiters“, der unter anderem für die Jugendarbeit zuständig ist. Die Sozialdezernentin Christine Busch hofft, dass die Doppelbelastung für ihren Amtsleiter spätestens im Oktober endet.

Neuer Verantwortlicher für die Jugendarbeit gesucht

Dann will sie die sozialpädagogische Leiterstelle neu besetzen. Bewerbungen gibt es offenbar genug für die Stelle. „Wir haben sie zum zweiten Mal intern ausgeschrieben“, berichtet Busch auf Nachfrage. Schon im ersten Anlauf hätten sich durchaus qualifizierte Bewerber aus ihrem Ressort gemeldet, erläutert Busch die Wiederholung. Doch aufgrund interner Veränderungen im Jugendamt habe sie sich die ursprüngliche Stellenausschreibung noch einmal angeschaut und ein wenig verändert.

Bei ihren Jugendzentren setzt die Stadt auf Arbeitsteilung

Bei den Konzerten im „Yellowstone“ in Oberaden wird es schon mal laut. Dorthin kommen vor allem ältere Jugendliche und jüngere Erwachsene. © Borys Sarad


Im nächsten Jahr braucht das Yellowstone eine neue Leitung

Wer auch immer künftig die Position der sozialpädagogischen Leiterin oder des Leiters ausfüllen wird, wird ein Auge darauf haben, ob die Ausrichtung der Jugendarbeit noch den Bedürfnissen der jungen Leute entspricht – und die wandeln sich bekanntlich schon mal. Wobei die Stadt ohnehin nur noch zwei „echte“ Jugendzentren in Eigenregie betreibt: Das Kinder- und Jugendhaus „Balu“ in Weddinghofen und das „Yellowstone“ in Oberaden. Und zumindest um das letztere wird sich der künftig im Jugendamt Verantwortliche in absehbarer Zeit kümmern müssen: Der bisherige Leiter Hartmut Dietrich ist im Laufe des Sommers in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin Ilona Raddatz wird im kommenden Jahr aus dem Dienst ausscheiden, wie Busch bestätigt.

„Yellowstone“ hat einen Schwerpunkt auf Musik

Die Stelle soll natürlich wieder besetzt werden. Und das werde die Stadt auch zum Anlass nehmen, zu überprüfen, ob konzeptionelle Änderungen im „Yellowstone“ notwendig sind, meint die Dezernentin: „Alle fünf Jahre sollte man das schon tun.“ Wobei die grundsätzliche Arbeitsteilung zwischen den Bergkamener Jugendzentren aller Wahrscheinlichkeit erhalten bleibt: Während das „Yellowstone“ mit seinem Musikangeboten und den Live-Konzerten im „Soundclub“ vor allem ältere Jugendliche und junge Erwachsene anspricht, richtet sich das das „Balu“ eher an eine jüngere Klientel.

Im „Balu“ herrscht personelle Kontinuität

Das Programm verantworten Aurel Islinger und Thomas Hass – und im „Balu“ ist die personelle Kontinuität über das nächste Jahr hinaus gesichert, versichert Busch. Das Jugendheim „Spontan“ in Rünthe kommt ohne Leiter aus. Dort hat sich die Stadt schon vor geraumer Zeit von der klassischen Jugendarbeit der offenen Tür verabschiedet. Stattdessen ist das „Spontan“ ein Ort für Kursangebote der Jugendkunstschule, der städtischen Streetworker und ähnlicher Einrichtungen. Dass bedeutet aber nicht, dass es in Rünthe gar keine Jugendarbeit gibt. So wird der neue Sozialpädagogische Leiter die Kontakte zu den evangelischen Kirchengemiende pflegen, mit denen die Stadt sich die Jugendarbeit teilt. Die Martin-Luther-Kirchengemeinde unterhält einen Jugendtreff im Haus der Mitte in Rünthe sowie das „John“ neben der Martin-Luther-Kirche in Oberaden. Die Friedenskirchengemeinde verfügt über ein ähnliches Angebot im namensgebenden Gotteshaus in der Stadtmitte.

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