Chemieunternehmen

Bei Bayer Bergkamen stinkt es – aber das ist kein Grund zur Sorge

Wenn es bei Bayer stinkt, werden die Anwohner aufmerksam. Aber laut dem Unternehmen geht von dem Geruch keine Gefahr aus. Die Ursache liegt letztlich am vielen Regen der vergangenen Wochen.
Das Werk in Bergkamen ist der größte Bayer-Standort zur Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe. © Stefan Milk

Angesichts der schweren Explosion in einem Chemie-Park in Leverkusen blickt der ein oder andere Anwohner besorgt auf das Bayer-Werksgelände in Bergkamen. Vor allem dann, wenn dort unangenehme Gerüche wahrzunehmen sind. Das ist in diesen Tagen der Fall – hat allerdings rein gar nichts mit explosiven Stoffen oder einem möglichen Störfall zu tun, betont Bayer Bergkamen in einer Pressemitteilung.

Ausgangspunkt des Gestanks ist die Kläranlage auf dem Werksgelände. Die hatte angesichts der Regenfälle in den vergangenen zwei Wochen viel zu tun. Insbesondere das Unwetter am 14. Juli habe die Anlage „außergewöhnlich belastet“, schreibt Bayer.

Die Kapazitäten des offenen Auffangbeckens seien fast ausgeschöpft, heißt es in der Pressemitteilung. Und wie das bei Kläranlagen so ist: Von dem Wasser geht ein ausgesprochen unangenehmer Geruch aus. Je nach dem wie der Wind steht, ist der auch außerhalb des Geländes wahrzunehmen. Sorgen müsse sich aber niemand machen, versichert Bayer: Der Gestank sei gesundheitlich unbedenklich. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten durch die Geruchsbildung und arbeiten mit Hochdruck daran, das Wasser zu verarbeiten und zu beseitigen“, lässt sich Werksleiter Dr. Dieter Heinz zitieren.

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