Baustelle an der Pfalzstraße bleibt wegen Rohrbruch liegen

dzNeue Wasserleitung

Die Anwohner der Pfalzstraße fragen sich, warum es mit einer Baustelle vor ihrer Haustür nicht weitergeht. Das hat mit einem Unglück an anderer Stelle zu tun.

Bergkamen

, 29.08.2019, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner der Pfalzstraße im Bereich der Straße „Im Burkamp“ in Weddinghofen sind genervt: Schon seit Wochen ist der Gehweg aufgerissen, weil Gelsenwasser dort auf etwa 250 Meter Länge eine neue Trinkwasserleitung verlegt – und schon seit einiger Zeit geht es nicht weiter auf der Baustelle.

Baugrube statt neuer Laterne

Selbst die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW), die bei der Wasserversorgung mit Gelsenwasser zusammenarbeiten, seien schon irritiert gewesen, berichtet eine Anwohnerin. GSW-Mitarbeiter hätten eine neue Laterne für die dunkle Straßenecke aufstellen wollen und hätten festgestellt, dass das nicht ging. Dort, wo die Laterne stehen soll, befindet sich noch die Baugrube.

Unbekannte sperren Wasser ab

An den Kunststoffleitungen, die neu installiert worden sind, befänden sich auch Absperrhähne, schildern Anwohner. Da sie öffentlich zugänglich sind, aber sich schon einmal jemand einen Scherz erlaubt und ihnen das Wasser abgestellt.

Nachfragen, wann die Baugrube endlich wieder geschlossen wird, hätten zu nichts geführt. „Es hieß, die Baustelle soll bis zum Wochenende beendet sein – wir haben leider nicht gefragt, bis zu welchem“, sagt die Anwohnerin sarkastisch.

Neue Hauptwasserleitung aus Kunststoff

Nach Angaben von Tim Jonas, dem Sprecher der GSW, müssen die Anwohner auch noch einige Zeit mit der Baustelle leben. Dort hat Gelsenwasser eine neue Hauptwasserleitung verlegt. Anders als die älteren Leitungen ist sie nicht aus Grauguss, sondern aus Kunststoff. „Wir werden immer mehr Leitungen durch Kunststoffleitungen ersetzen“, sagt Jonas.

Baukolonne muss abrücken

Auf der Baustelle hat es eine Verzögerung gegeben, räumt der GSW-Sprecher ein. Der Trupp, der dort beschäftigt war, musste kurzfristig in Overberge eingesetzt werden, weil es dort einen Rohrbruch gab. „Ein anderer Truppe war auch wegen der Urlaubszeit nicht verfügbar“, bedauert Jonas.

In der kommenden Woche soll die Kolonne wieder zurückkehren und sich an die restlichen Arbeiten machen. Unter anderem sind noch nicht alle Häuser in dem Bereich an die neue Hauptwasserleitung angeschlossen. Für die Anschlüsse muss zum Teil die Erde aufgegraben werden. Einige können auch mit geringerem Aufwand zu den Häusern gelegt werden. Sie werden von den Kellern bis zur neuen Wasserleitung „durchgeschossen“.

Jonas geht davon aus, dass die Anwohner wahrscheinlich noch bis Ende September mit der Baustelle leben müssen.

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