Baustart für den Museums-Neubau

dzStadtmuseum

Am Stadtmuseum rollen bald die Bagger. Und diesmal geht es nicht darum, ein marodes Gebäude abzureißen, sondern etwas Neues zu schaffen: Die Bauarbeiten für den Anbau beginnen.

Bergkamen

, 03.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis die ersten Besucher das Museum durch den neuen Haupteingang betreten, wird es noch etliche Monate dauern. Aber in dieser Woche beginnen die Bauarbeiter damit, die Grundlagen dafür zu legen. Ab Mittwoch werden sie eine Baustelle auf der Baulücke neben dem Museumsbau an der Jahnstraße in Oberaden einrichten.

Grundsteinlegung Anfang April geplant

Dort soll der neue Anbau entstehen, in dem unter anderem der neue Eingangsbereich des Museums seinen Platz finden wird. In diesem Monat wird es bei den Bauarbeiten noch nicht allzu viel zu sehen zu geben. Aber Anfang April soll dann der offizielle Startschuss in Form einer Grundsteinlegung erfolgen. Wie Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich berichtet, ist als Termin für diese Zeremonie der 2. April ins Auge gefasst. Die nächste Festivität lässt nicht lange auf sich warten: „Drei Monate später feiern wir Richtfest“, sagt Ulrich. Dann kann der Innenausbau beginnen. Ende des Jahres soll der Museumsanbau bezugsfertig sein.

Das Hauptgebäude des Museums Bergkamen soll im nächsten Jahr eine neue Fassade bekommen.

Das Hauptgebäude des Museums soll im nächsten Jahr eine neue Fassade bekommen. © Meier + Partner Architekten

Eine Garantie für diesen Zeitplan will Ulrich allerdings lieber nicht übernehmen. Schließlich hatte sich schon der Abriss des maroden Zwischentraktes des Museums verzögert, weil der ursprünglich beauftragte Unternehmer die Stadt sitzen ließ.

Museumsneubau mit Foyer und Café

Spätestens, wenn der Rohbau steht, bekommen die Oberadener aber einen Eindruck davon, welches Gebäude den zentralen Platz in ihrem Stadtteil künftig prägen soll. Der Entwurf für den Neubau stammt von dem Hagener Architekten Markus Meier.

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Er plant einen Flachbau, der etwas niedriger ist als das Hauptgebäude, dafür aber weiter in Richtung Marktplatz ragt. In dem Neubau ist nicht nur das Museumsfoyer samt Kassentheke vorgesehen, sondern auch ein Café. Das soll auch eine Terrasse vor dem Anbau bekommen, sodass der bisher eher öde Platz bei schönem Wetter ganz anders belebt wird als bisher. Zudem sieht Meiers Entwurf auch einen Multifunktionsraum vor, der für das Vereinsleben im Stadtteil eine wichtige Rolle spielen könnte. Da es kaum noch klassische Vereinslokale gibt, werden für die Vereine die Treffpunkte knapp. Außerdem könnten dort auch Kulturveranstaltungen vonstattengehen.

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Wenn der Anbau steht, kommt das Hauptgebäude an die Reihe. Meier will es mit einer neuen Fassade versehen, die einen matten Goldglanz haben wird. Dafür will der Architekt messingbeschichtete Lamellen verwenden. Diese Arbeiten sollen 2021 abgeschlossen werden. Als letzter Schritt der Erneuerung wird der Museumsplatz neu gestaltet.

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