Bauherr hat endlich Ersatz für den Wald ohne Bäume gefunden

dzGesundheitszentrum „PueD“

Der Bau des Gesundheitszentrum „PueD“ auf Grimberg 3/4 rückt näher. Das letzte Hindernis scheint beseitigt. Es fehlt aber noch die Genehmigung des Forstamtes.

Bergkamen

, 19.11.2019, 12:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es sieht so aus, als ob das letzte Hindernis vor dem Bau des Gesundheitszentrums „PueD“ endlich beiseite geräumt werden kann. Der Bauherr, die PueD AG, hat endlich eine Ausgleichsfläche für den Ersatzwald gefunden, den sie pflanzen muss. „Jetzt steht nur noch die Genehmigung von der Forstbehörde aus“, sagt Sprecher Andreas Schmid. Das Kuriose: Das Unternehmen muss Ersatz für einen Waldstück schaffen, das es schon lange nicht mehr gibt – außer im Kataster.

Ersatz für eine asphaltierte Fläche

Wann die Bäume auf dem über 2000 Quadratmeter großen Grundstücksteil gefällt worden sind, sei nicht zu ermitteln, sagt Schmid. Jetzt ist die Fläche asphaltiert. „Es ist höchstens der eine oder andere kleine Baum durch den Belag gebrochen“, sagt der Sprecher mit einem gewissen Unverständnis gegenüber den Forderungen der Forstbehörde.

Gesundheitszentrum

Mehrere Anbieter unter einem Dach

Der Name „PueD“ steht für „Partner unter einem Dach“. Er wird wie „Pütt“ ausgesprochen, um an den Standort auf einem ehemaligen Zechengelände zu erinnern. In dem Gesundheitszentrum soll es mehrere Gesundheitsanbieter geben – neben Ärzten auch eine Apotheke, Physiotherapeuten, Pflegeeinrichtungen, ein Sanitätshaus und ähnliches.
Ein weiteres Kuriosum: Die Fläche, die als Ersatz für den Wald ohne Bäume aufgeforstet werden soll, befindet sich nicht, wie zu erwarten wäre, in der Nähe – zum Beispiel im benachbarten Lütke Holz. Es gebe weder in Bergkamen noch im ganzen Kreis Unna eine geeignete Fläche, teilte Schmid mit. Deshalb werden die neuen Bäume jetzt außerhalb es Kreisgebiets gepflanzt.

Trotz dieses Durchbruchs kann der Sprecher auch noch nicht sagen, wann die PueD GmbH mit dem ersten Bauabschnitt des Gesundheitszentrums beginnen kann. Das Unternehmen müsse erst einmal abwarten, wie schnell die Forstbehörde die sogenannte „Waldumwandlungsgenehmigung“ erteilt. Sie ist notwendig, damit das Unternehmen die Baugenehmigung nutzen kann, die es von der Stadt Bergkamen bereits bekommen hat.

Wegen dieser Unwägbarkeit will sich die PueD GmbH auch nicht auf einen Termin für den ersten Spatenstich festlegen, den die Stadt sehnsüchtig erwartet. Im ersten Bauabschnitt soll eine Kindertagesstätte entstehen, die fest eingeplant ist, um das Loch bei den Kindergartenplätzen in Bergkamen zu stopfen.

Bauherr hat endlich Ersatz für den Wald ohne Bäume gefunden

Im ersten Bauabschnitt soll eine Kindertagesstätte entstehen. Die Stadt ist auf die Plätze angewiesen, um die Lücke bei den Kindergartenplätzen zu schließen.

Stadt wartet auf die Kindergartenplätze

Ursprünglich hatte die Sozialdezernentin kalkuliert, dass die Plätze schon im Sommer 2020 zur Verfügung stehen.Im ersten Bauabschnitt sollen außerdem eine Tagespflege und barrierefreie Wohnungen entstehen. Die Stadt wartet auch auf den zweiten Bauabschnitt. Dort will die PueD GmbH unter anderem Ärzte ansiedeln.

Schmid kritisierte, dass das Unternehmen Wald als Ersatz für eine Fläche schaffen muss, auf der schon lange keine Bäume mehr stehen.

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