Baugenehmigung für Gesundheitszentrum „PueD“ wahrscheinlich in diesem Monat

Langes Verfahren

Die lange Planungsgeschichte des Gesundheitszentrums „PueD“ scheint doch noch ein gutes Ende zu nehmen. Der Bauherr kann mit den Arbeiten beginnen, falls er letzte Voraussetzungen erfüllt.

06.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Baugenehmigung für Gesundheitszentrum „PueD“ wahrscheinlich in diesem Monat

Das Gesundheitszentrum „PueD“ soll am Kleiweg auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 entstehen. Für die Baugenehmigung sind nur noch wenige Voraussetzungen erforderlich. © Stefan Milk

Die städtische Bauordnung ist zuversichtlich, dass sie im Laufe des Juni die Baugenehmigung für das Gesundheitszentrum PueD (kurz für: Partner unter einem Dach) auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 erteilen kann. Einzige Hürde, die noch zu nehmen ist: Die PueD GmbH muss noch Baulasten ins Grundbuch eintragen lassen, bevor die Stadt die Baugenehmigung erteilt. Der Aufwand dafür scheint nicht mehr allzu groß zu sein: Tim-Felix Heusner, der Leiter des städtischen Bauordnungsamts, geht davon aus, dass die Genehmigung auf jeden Fall noch in diesem Monat erteilt werden kann, falls die PueD GmbH die Eintragung der Baulasten veranlasst. Der Geschäftsführer Dirk Grünhagen sei bereits verständigt, sagte Heusner.

Langes Baugenehmigungsverfahren

Mit der Baugenehmigung würde ein Verfahren enden, dass sich über Monate hinstreckte und auf gewisse Art zu der langen und verzwickten Planungsgeschichte des Gesundheitszentrums passt. Die Pläne, das Gesundheitszentrum auf der ehemaligen Zeche zu errichten, sind schon seit einigen Jahren bekannt. Die Umsetzung wurde jedoch immer wieder einmal blockiert – unter anderem durch Finanzierungsfragen.

Kreis gibt grünes Licht

Den Antrag auf Baugenehmigung reichte der Bauherr bereits im vergangenen Jahr bei der Stadt ein. Bereits vor einigen Wochen hatte Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters signalisiert, dass die Stadt keine Einwände hat, die Genehmigung zu erteilen. Damals stand aber noch eine Stellungnahme des Kreises Unna aus. Die ist bereits Mitte Mai eingetroffen. Zum Schluss war noch eine Abstimmung mit dem Stadtbetrieb Entwässerung notwendig.

Nur Baulasten fehlen noch

Das Eintragen der Baulasten ist der letzte Akt. Dabei geht es unter anderem um Wege- und Leitungsrechte, um das Baugrundstück zu erschließen. Die Baulasten kommen als letzter Akt vor der Genehmigung, weil es sich um einen hoheitlichen Akt handelt, wie Heusner erklärt. Er sollte nicht so verstanden werden, dass ein Anrecht auf die Baugenehmigung besteht.

Bauherr will zügig beginnen

Die PueD GmbH hat mehrfach mitgeteilt, dass der Bau des ersten Bauabschnitts zügig beginnen woll, sobald die Genehmigung vorliegt. Die Bagger dürften noch in diesem Sommer anrollen.

Stadt wartet auf neue Kindertagesstätte

Die Stadt selbst hat großes Interesse daran, dass das Gesundheitszentrum gebaut wird. Im ersten Bauabschnitt ist neben einer Tagespflege und barrierefreien Wohnungen eine Kindertagesstätte geplant, die dringend benötigte Kindergartenplätze zur Verfügung stellen soll. In den zweiten Bauabschnitt sollen auch Ärzte einziehen, die in Bergkamen dringend benötigt werden.

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