Bauen am Kiwitt trotz Deponie unbedenklich

dzMehrgenerationen-Wohnprojekt

Die Anwohner der Grünfläche am Kiwitt machen auf Müll unter der Grünfläche am Kiwitt aufmerksam, die bebaut werden. Ein Gutachter kommt jedoch zu anderen Schlüssen.

Bergkamen

, 15.11.2018, 16:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bedenken der Anwohner könnten die Pläne für ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt möglicherweise zu Fall bringen – die Altlasten, die unter der Fläche liegen, ganz sicher nicht, da ist sich Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters sicher. Ein Anwohner hatte in der Bürgerversammlung berichtet, dass sich dort, wo sich jetzt die Grünfläche am Kiwitt befindet, eine Kuhle aufgetan habe. Dort hätten zunächst Behelfsbauten gestanden. Später sei die Kuhle mit Müll verfüllt worden, bis hin zu Autowracks und mit Mutterboden abgedeckt worden.

Das hat die Stadt nicht besonders überrascht, wie Peters jetzt auf Nachfrage sagte. Ihr sei die Altlastenproblematik in diesem Bereich durchaus bewusst gewesen. Nur was und wann dort tatsächlich abgekippt wurde, sei im Nachhinein aus Unterlagen nicht mehr zu ermitteln. „Wir haben darüber weder Schriftstücke noch Fotos“, sagte der Dezernent. Deshalb habe die Stadt bereits vor einiger Zeit ein externes Gutachterbüro mit einer Bodenuntersuchung am Kiwitt beauftragt. Das Büro, das seinen Sitz in Dortmund und Hamm hat, habe die Grünfläche „wie einen Schweizer Käse durchlöchert“, schilderte Peters.

20 Sondierungspunkte auf dem Gelände

20 Rammkernsondierungen habe es auf der gesamten, etwa 12.000 Quadratmeter großen Fläche gegeben –mit einem für die Stadt ermutigenden Ergebnis. Die Gutachter stießen zwar an einigen Stellen in der Tiefe auf Altlasten. In ihrem Gutachten, das sie der Stadt schon im vergangenen Jahr vorlegten, gingen sie davon aus, dass es bei der Bebauung keine Probleme wegen Altlasten gibt. Das hat der Stadt mittlerweile auch der Kreis Unna als zuständige Bodenschutzstelle bestätigt, nachdem die Stadt das Gutachten weitergeleitet hatte. Er sieht ebenfalls keine Probleme durch Altlasten bei einer Bebauung des Geländes. Das sei der Stadt auch wichtig, hatte der Baudezernent schon bei der Bürgerversammlung am Mittwoch betont. „Wir wollen hier auf keinen Fall ein Dorstfeld Nummer zwei schaffen“, sagte er.

Die Gutachter haben allerdings nur die städtische Fläche untersucht und nicht die angrenzende Brachfläche, die der RAG Montanimmobilien (RAG MI) gehört, die ebenfalls bebaut werden soll. Die RAG MI wolle die Untersuchung später nachholen, sagte Peters. Allerdings stand dort nur ein Ledigenwohnheim des Bergbaus und keine Industrieanlage.

Zurzeit sieht der Baudezernent keine andere städtische Fläche, die für das Bauvorhaben geeignet ist. Die städtischen Planer wollen sich aber auch Flächen in Privateigentum noch einmal anschauen.

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