Baudezernent sieht wenig Spielraum für Diskussion über Bäume in Schönhausen

dzPlatanen-Alleen

Das Baudezernat will im Frühjahr Pläne vorlegen, was aus den Platanen-Aelleen in Schönhausen werden soll. Die Anwohner sollen zwar mitdiskutieren – aber kaum noch, welche Bäume bleiben sollen.

Bergkamen

, 11.12.2019, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die CDU zugesichert hat, dass sie mit den Schönhausenern „über jeden Baum“ in den Straßen der ehemaligen Zechensiedlung diskutieren will, hat sie möglicherweise zu viel versprochen. Nach Ansicht von Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters gibt es nicht mehr viel zu diskutieren. Das gilt zumindest nicht für die Platanen, die jetzt schon in Schönhausen stehen. „Diskutieren können wir wohl vor allem noch über Ersatzpflanzungen“, sagt er.

Die werden fällig, wenn die Stadt Teile der Alleen an der oberen Hansemannstraße und der Russelstraße beseitigt. Die mittlerweile über 100 Jahren alten Bäume machen an einigen Stellen Probleme, weil sie zum Teil nur zwei Meter vor den Fassaden der ehemaligen Zechenhäuser gepflanzt wurden. Ihre Wurzeln bedrohen an einigen Stellen das Fundament.

Jetzt lesen

Planungsbüro hat alle Bäume und Leitungen untersucht

Die Stadt hatte eigens ein Büro aus Kamen engagiert, das Pläne für den Umgang mit den Bäumen gemacht hat. Sie liegen der Stadt mittlerweile in ihrer endgültigen Form vor, wie Peters bestätigte. „Das Büro hat jeden Baum und jede Leitung in Schönhausen betrachtet“, sagte er. Deshalb sei an dem Ergebnis, welche Bäume bleiben und welche weichen müssen, wohl nicht mehr sehr viel zu machen.

Baudezernent sieht wenig Spielraum für Diskussion über Bäume in Schönhausen

Einige Bäume wachsen unmittelbar vor der Fassade von Häusern. © Michael Dörlemann

Stadt sagt noch nichts zum Umfang der geplanten Rodung

Peters wollte sich noch nicht dazu äußern, wie groß der Anteil der Platanen ist, die gefällt werden sollen. Das will die Stadt erst bekanntgeben, wenn sie die Pläne vor dem zuständigen Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr vorstellt.

Der Baudezernent geht davon aus, dass sie noch in einer Sitzung vor Ostern vorgestellt werden. Zurzeit befasst sich die Baumkommission damit, die der Stadtrat bereits vor einiger Zeit gegründet hat.

Jetzt lesen

Der Ausschussvorsitzende Marco Morten Pufke (CDU) hatte dagegen vor einigen Tagen angekündigt, dass er mit den Anwohnern „über jeden Baum“ diskutieren will – und ob er gefällt werden oder stehen bleiben soll.

Die Christdemokraten gehen davon aus, dass dieser Prozess sich über einen längeren Zeitraum hinzieht, wahrscheinlich sogar bis ins Jahr 2021.Sie hatten deshalb auch beantragt, die vorgesehenen Haushaltsmittel für das Fällen von Bäumen und für Ersatzpflanzungen von 2020 auf 2021 zu verschieben.

Die Christdemokraten wollten damit nach eigenen Angaben den Eindruck vermeiden, dass die Stadt möglicherweise Fakten durch das Fällen von Bäumen schaffen will, bevor die Diskussion beendet ist.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Wirtschaftsentwicklung
Vielleicht wird es doch noch etwas mit dem neuen Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt
Hellweger Anzeiger Traditionsunternehmen
Auch Tesla weiß die Präzisionsarbeit von Metallbau Knepper zu schätzen
Hellweger Anzeiger Straßenbau
Bahnbrücke Jahnstraße wird asphaltiert – Anfang Februar soll sie befahrbar sein
Hellweger Anzeiger The Biggest Loser
Die nächsten 3,8 Kilo sind weg: Bergkamener bei „The Biggest Loser“ weiter im Rennen
Meistgelesen