Auf der Fritz-Husemann-Straße fließt der Verkehr wegen einer Baustelle nur in eine Richtung. Und das wird auch erst einmal so bleiben. © Stefan Milk
Baustellen

Bauarbeiten im Verzug: Fritz-Husemann-Straße bleibt auch im Herbst gesperrt

Bei Straßenbauarbeiten klaffen Ankündigung und Realität oft auseinander. Das gilt auch für die Fritz-Husemann-Straße: Ende August sollte sie wieder frei sein. Die Arbeiten dauern deutlich länger.

Immerhin, ein Stück des neuen Fuß- und Radweges an der Fritz-Husemann-Straße ist fertig. Aber auch nur ein Stück. Und von einer neuen Fahrbahn für die Autos ist noch gar nichts zu sehen. Deshalb müssen die Auto- und Radfahrer weiter mit der Baustelle leben – vor allem mit der Sperrung der Kreisstraße in Fahrtrichtung Bergkamen-Mitte und Oberaden und damit mit zeitraubenden Umleitungen.

Dabei sollten die Straßenbauer längst fertig sein. Anfang Juli haben sie ihre Arbeit an viel befahrenen Fluhme-Kreuzung (Fritz-Husemann-Straße/Werner Straße) begonnen. Von zwei Monaten war damals in der Kreisverwaltung die Rede. Die sind längst um. Nun werden die Bauarbeiten wohl bis Ende Oktober dauern – mindestens.

Probleme mit der Qualität

Das sagt der zuständige Baukontrolleur aus dem Fachbereich Bauen des Kreises Unna. Seinen Namen will der Mann lieber nicht in der Zeitung lesen, offenbar sorgt er sich vor bösen Anrufen von genervten Verkehrsteilnehmern.

Den argen Zeitverzug erklärt der Kontrolleur damit, dass beim Bauen immer etwas dazwischen kommen könne. In diesem Fall hat die Baufirma wohl zumindest zum Teil nicht die Qualität abgeliefert, die der Kreis für seine Straße erwartet. Deshalb mussten einige Arbeiten wiederholt werden.

An der Fritz-Husemann-Straße wird ein neuer Radweg gebaut. © Stefan Milk © Stefan Milk

Zudem erlebten die Straßenbauer einige Überraschungen im Untergrund. Dort lagen Versorgungsleitungen, mit denen man nicht gerechnet habe, berichtet der Mann aus dem Kreishaus. Und weil einige Anschlüsse der Rohre verbogen gewesen seien, hätten die Bauarbeiter sie auch gleich repariert.

Der neue Rad- und Fußweg wird breiter

Ihre Hauptaufgabe besteht allerdings darin, an der Fritz-Husemann-Straße einen neuen Fuß- und Radweg zwischen der Kreuzung mit der Albert-Schweitzer-Straße und der Einmündung der Gartensiedlung zu bauen. Er soll einen etwas anderen Verlauf nehmen als der alte Weg und auch etwas breiter sein. Das ist inzwischen auch bereits zu erkennen.

Auch die Fahrbahn soll erneuert werden. Davon ist aber noch nicht allzu viel zu sehen. © Stefan Milk © Stefan Milk

Zudem werden die Straßenbauer auch etwas für die schlaglochgeplagten Autofahrer tun und die Fahrbahn auf der Kreisstraße komplett erneuern. Davon allerdings ist noch nichts zu sehen. Da sich das spätsommerliche Wetter langsam dem Ende entgegen neigt und es herbstlicher wird, ist die Witterung eine Unbekannte in der Baustellen-Rechnung des Kreises. Zumindest, wenn die Straße asphaltiert wird, sei trockenes Wetter notwendig, sagt der Baukontrolleur. Er ist aber optimistisch, dass die Sperrschilder auf der Fritz-Husemann-Straße Ende Oktober endlich zu Seite geräumt werden können.

Auch auf dem Ostenhellweg wird gebaut

So lange müssen die Autofahrer weiter mit der Einbahnstraßen-Regelung leben. Wer von der Werner Straße oder von der Industriestraße kommt, muss über die Landwehrstraße ausweichen. Inzwischen hätten sich die Verkehrsteilnehmer an die Umleitungen gewöhnt, der Verkehr fließe weitgehend reibungslos, sagt der Mann aus der Bauabteilung des Kreises. Anlieger berichten allerdings, dass es auf der ohnehin stauanfälligen Werner Straße durchaus zu Störungen wegen der Sperrung kommt.

Zumal die Fritz-Husemann-Straße ja nicht die einzige Dauer-Baustelle ist, mit der Autofahrer in Bergkamen derzeit zu kämpfen haben. Auch die Kanalbrücke auf dem Ostenhellweg ist noch mindestens bis zum Jahresende gesperrt und nur aus Richtung Hamm befahrbar. Wer in die Gegenrichtung, also zur Autobahn will, muss ebenfalls zeitraubende Umleitungen fahren.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
Zur Autorenseite
Johannes Brüne

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.