Bald gibt es mehr Informationen über das Bodendenkmal im Rünther Wald

Bummannsburg

Die Reste der Bummannsburg im Wald am Ostenhellweg haben einen hohen historischen Wert. Wer davor steht, erkennt das aber nicht. Info-Tafeln soll das ändern - und Moutainbike-Fahrer fernhalten.

Rünthe

, 01.11.2019, 15:37 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bald gibt es mehr Informationen über das Bodendenkmal im Rünther Wald

Die Bummannsburg im Wald bei Rünthe besteht aus den Überresten einer mittelalterlichen Anlage. Die Stadt will das Bodendenkmal nun mit Info-Tafeln stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. © Stefan Milk

Immerhin hat Google Maps inzwischen gemerkt, dass die Bummannsburg in Rünthe ein Bodendenkmal ist. Allerdings weist der Online-Karten-Dienste dort auch immer noch eine Mountainbike-Strecke aus. Die Stadt hatte Google schon mehrfach aufgefordert, diesen Eintrag zu löschen. Doch entweder wurde die Bitte ignoriert oder die Mountainbike-Fahrer erneuern den Eintrag immer wieder.

Reste mittelalterliche Siedlungsspuren

Möglicherweise hätten sie etwa mehr Respekt vor dem Ort, wenn sie wüssten, dass es sich dabei um die Überreste mittelalterliche Siedlungsspuren handelt. Die Erdwälle sind zwar gut zu erkennen. Aber ohne zusätzliche Informationen erschließt sich die historische Bedeutung und die Denkmalwürdigkeit der Fläche im Wald in der Nähe des Ostenhellweges nicht. Das soll sich demnächst ändern. Bergkamens Museumschef Mark Schrader arbeitet schon seit längerem an einem Beschilderungskonzept, das Besucher über den historischen Hintergrund der Anlage aufklären soll. Wie diese Tafeln aussehen, will er in der Sitzung des Kulturausschusses an diesem Montag präsentieren.

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Ein Plan der Wallanalge

Unter anderem kündigt die Vorlage für den Ausschuss an, dass demnächst „ein Plan der Wallanlage mit den rekonstruierten Wällen und den Forschungsgrabungen“ an der Bummannsburg zu sehen sein wird. Den hat das Kulturreferat in Zusammenarbeit mit den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erstellt. Allerdings wissen selbst die Fachleute nicht wirklich viel über die Bummannsburg, wie der Leiter der Olper Außenstelle der LWL-Archäologie, Prof. Dr. Michael Baales, auf Nachfrage berichtet. Eine wirklich systematische großflächige archäologische Untersuchung hat es dort nie gegeben. Aber es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn die Besucher im Wald zumindest die spärlichen Fakten erführen, die über die Bummannsburg bekannt sind.

Ausschuss-Sitzungen

Museum und Bummannsburg

  • Der Kulturausschuss kommt am Montag, 4. November, um 16 Uhr zunächst zu einer gemeinsamen Sitzung mit dem Bauausschuss zusammen. Dabei geht es um den Umbau des Museums.
  • Ab 17 Uhr befasst sich der Kulturausschuss dann in einer eigenen Sitzung unter anderem mit der Bummannsburg.
  • Beide Sitzungen im Ratssaal im Ratstrakt neben dem Rathaus sind öffentlich.


Museumsfest an der Bumannsburg geplant

Zudem soll sie im nächsten Jahr noch auf eine andere Weise stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Schrader will dort das nächste Museumsfest ausrichten. Immerhin jährt es sich 2020 zum 30. Mal, dass die Bummannsburg in die Denkmalliste eingetragen wurde. Die Information, dass die Bummannsburg schützenswert ist, bekommen auch die Nutzer von Google Maps. Ein Ortskundiger hat dort schon vor neun Monaten eine Nachricht an die Mountainbiker hinterlassen: „Das ist ein Bodendenkmal, das Fahren mit dem Mountainbike in dem Areal zerstört dieses.“

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