Bald gibt es erste Blicke auf das neue Bergkamener Bad

dzNeubau-Pläne

Noch vor der Sommerpause sollen die Bergkamener erfahren, wie ihre neues Schwimmbad aussehen wird. Bis sie allerdings dort schwimmen können, wird es wohl noch Jahre dauern.

Bergkamen

, 13.03.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis die Bergkamener in einem neuen Schwimmbad am Häupenweg ins Wasser springen dürfen, wird es wohl noch zwei bis drei Jahre dauern – mindestens. Aber zumindest können sie sich in absehbarer Zeit einen Eindruck davon verschaffen, wie es aussehen soll. Dafür müssen sie aber vermutlich eine Ausschuss-Sitzung des Stadtrates besuchen.

Architekten sollen Pläne noch vor der Sommerpause präsentieren

In einer solchen sollen die Architekten des Büros Kriegers aus Velbert ihren Entwurf für ein Ganzjahresbad in Bergkamen vorstellen. Zumindest sehen das die Pläne von Bürgermeister Roland Schäfer vor. Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW), die eigentliche Bauherrin, hatte dem Büro Krieger zum Jahreswechsel den Auftrag für die Bad-Planung erteilt. Es hatte unter anderem das Bad „Colibri“ in Lippstadt entworfen, das als Vorbild für Bergkamen dienen könnte. Schäfer hofft, dass die Architekten soweit sind, dass sie ihre Pläne noch vor der Sommerpause präsentieren können.

Das Cabrioli Lippstadt könnte als Vorbild für Bergkamen dienen. Die Architekten planen auch das neue Bad.

Das Cabrioli Lippstadt könnte als Vorbild für Bergkamen dienen. Die Architekten planen auch das neue Bad. © privat

Dafür wird es vermutlich eine Sondersitzung von mehreren Ausschüssen geben. Bei der können sich auch Bürger informieren, denn üblicherweise tagen die Ausschüsse öffentlich. Zumindest die gewählten Ratsmitglieder könnten dann auch noch Änderungswünsche formulieren. Beschließen dürfen sie den Bau des Bades allerdings nicht. „Das muss der Aufsichtsrat der GSW tun“, sagt Schäfer, der diesem Gremium vorsitzt. Er hat deshalb auch wenig Zweifel, dass die Stadtwerke den Bergkamener Wünschen folgen, wenn sie denn im finanziellen Rahmen bleiben.

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Entscheidend sind die Betriebskosten

Denn auch die Frage der Kosten lässt sich erst zuverlässig beantworten, wenn die Architekten ihre Pläne vorstellen. Schäfer ist optimistisch, dass sich Bergkamen das neue Schwimmbad leisten kann. „Wir haben 20 Millionen im Haushalt eingeplant“, sagt er. Und die würden auch nicht auf einen Schlag fällig.

Das Wellenbad in Weddinghofen öffnet wahrscheinlich auch im Sommer 2021 noch einmal.

Das Wellenbad in Weddinghofen öffnet wahrscheinlich auch im Sommer 2021 noch einmal. © Borys Sarad

Für die Belastung der Stadtkasse hält Schäfer ohnehin nicht die einmaligen Baukosten für die entscheidende Größe, sondern die Betriebskosten, denn die fallen regelmäßig an. „Ich bin sicher, dass die niedriger liegen als bei den bestehenden beiden Bädern in Bergkamen“, meint Schäfer. Das war auch das ursprüngliche Ziel des Bad-Neubaus. Allerdings lassen sich auch die Betriebskosten erst detailliert berechnen, wenn die Planung vorliegt.

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Wellenbad öffnet wohl auch im Sommer 2021

Den ersten Spatenstich für das neue Schwimmbad wird wohl Schäfers Nachfolger tätigen. Die Amtszeit des aktuellen Bürgermeisters endet im Oktober. Bis dahin wird es nichts mit dem Baubeginn am Häupenweg. Nach dem ersten Entwurf machen sich die Architekten an die Feinplanung und danach müssen die diversen Bauaufträge ausgeschrieben werden.

Das Hallenbad an der Lessingstraße in Bergkamen soll auf jeden Fall geöffnet bleiben, bis das neue Bad zur Verfügung steht.

Das Hallenbad an der Lessingstraße soll auf jeden Fall geöffnet bleiben, bis das neue Bad zur Verfügung steht. © Stefan Milk

Schäfer hält es dann auch für durchaus möglich, dass das Wellenbad in Weddinghofen im Sommer 2021 noch einmal öffnet. Das Hallenbad an der Lessingstraße muss ohnehin in Betrieb bleiben, bis das neue Schwimmbad fertig ist. Sonst hätten die Bergkamener während der Bauzeit von zweieinhalb bis drei Jahren keinerlei Möglichkeit in ihrer Stadt schwimmen zu gehen. Allerdings ist das Hallenbad schon über 50 Jahre alt. Eine Garantie, dass es nicht zu gravierenden Pannen komm, kann deshalb niemand übernehmen. Auch der Bürgermeister nicht: „Toi, toi, toi...“ lautet sein Kommentar zu diesem Thema.

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