Bahnbrücke pünktlich – aber nur ohne Kälteeinbruch im Januar

dzJahnstraße

Die Befürchtungen, dass die Strecke von Heil nach Oberaden auch über Ende Januar hinaus gesperrt ist, halten sich hartnäckig. Straßen NRW versucht zu beruhigen, macht aber eine Einschränkung.

Bergkamen

, 20.12.2019, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Neujahr sollten sich die Heiler und die Oberadener den Wetterbericht genauer anschauen – denn vom Wetter ist es abhängig, ob sie den neuen Bahnübergang an der Jahnstraße tatsächlich ab Ende Januar nutzen können. Nur wenn es warm genug ist, sind die Asphaltierungsarbeiten möglich, die noch erforderlich sind.

Gerücht über Fertigstellung erst im April

Vor allem in Heil halten sich hartnäckig Gerüchte, dass die Straßenbauer auch den mittlerweile dritten angekündigten Fertigstellungstermin nicht einhalten können. Ein Teil dieser Gerüchte besagt, dass die Verbindung erst im April 2020 wieder zur Verfügung steht. Vor allem die Heiler sind deutlich genervt, weil alle anderen Bergkamener Stadtteile außer Rünthe nur über Umwege zu erreichen sind.

Dass die Arbeiten bis ungefähr zu diesem Zeitpunkt dauern könnten, bestätigt auch Melanie Nölke, die Leiterin der Bauabteilung bei Straßen NRW in Bochum. „Das hat aber nichts damit zu tun, wann wir die Straße wieder freigeben“, sagt sie. Die Jahnstraße einschließlich der neuen Brücke soll freigegeben werden, sobald die Leitplanken montiert und die obere Fahrbahndecke aufgetragen ist. Weitere Arbeiten wie das Aufbringen von Fahrbahnmarkierungen oder Pflanzarbeiten würden sich zwar noch länger hinziehen, seien aber auch bei laufendem Verkehr möglich, versichert die Abteilungsleiterin.

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Termin Ende Januar steht wenn das Wetter hält

Mit den Aspahltierungsarbeiten kann es allerdings noch Probleme geben, räumt sie ein – und das könnte zu einer Verzögerung bei der Freigabe führen. Um die Asphaltschicht aufzubringen, sind mindestens etwa fünf bis acht Grad Außentemperatur notwendig, wie Nölke mitteilt. Regen ist dagegen nicht so schlimm, wenn er nicht gerade sintflutartig ausfällt. „Mit etwas Regen können wir umgehen“, sagt Nölke. Aber ein plötzlicher Kälteeinbruch im Januar könnte den Zeitplan erneut ins Wanken bringen.

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Das würde in Heil zu viel Ärger führen. Die kurze Verbindung zwischen Heil und Oberaden ist schon seit dem August 2018 gesperrt, weil der Landesbetrieb Straßen NRW den ehemals beschrankten Bahnübergang durch eine Überführung ersetzt. Die verspricht zwar langfristig deutlich mehr Komfort, bereitet Heilern aber zurzeit Ungemach: Schulbusse müssen wegen der längeren Wege früher abfahren und viele müssen sich früher auf den Weg zur Arbeit machen. „Außerdem ärgern sich mittlerweile viele über den zusätzlichen Spritverbrauch“, sagt die Heiler Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt.

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