Bahnbrücke an der Jahnstraße wird in diesem Jahr doch nicht mehr fertig

dzErneute Verzögerung

Straßen NRW muss sein Versprechen zurücknehmen, dass die Bahnüberführung an der Jahnstraße zu Weihnachten fertig ist. Ein Unternehmen kann seinen Termin nicht einhalten.

Bergkamen

, 26.11.2019, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heiler, die zu Weihnachten die Verwandtschaft in Oberaden besuchen wollen, müssen immer noch einen Umweg fahren. Entgegen der Ankündigung des Landesbetriebs Straßen NRW wird die Bahnüberführung Jahnstraße nicht vor Weihnachten fertig. Wahrscheinlich kann die Strecke erst Ende Januar freigegeben werden, sagt Projektleiter Frank Hausendorf von Straßen NRW in Bochum.

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Das ist bereits die zweite Verzögerung. Ursprünglich sollte das Teilstück Jahnstraße, das Heil mit den südlichen Bergkamener Stadtteilen verbindet, schon im August wieder befahrbar sein. Damals waren es die fehlenden Bodenmassen für die Rampen zur Überführung, die den Bau verzögerten, diesmal sind es die Leitplanken.

Leitplanken sollen erst Mitte Januar eingebaut werden

Das Unternehmen, das die sogenannten „Schutzplanken“ einbauen soll, hat am vorgesehenen Termin im Dezember keine Zeit. „Und das, obwohl der Termin lange abgesprochen war“, ärgert sich der Projektleiter.

Der „Nachunternehmer“, der seine Arbeiten nach den Tiefbauern verrichtet, hat mitgeteilt, dass er erst Mitte Januar freie Kapazitäten hat. „Ohne Schutzplanken können wir niemanden über die Brücke fahren lassen“, macht der Projektleiter deutlich. Er geht davon aus, dass die Straße noch einmal einen Monat später als zuletzt angekündigt freigegeben wird.

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Eigentlich lagen die Straßenbauer gut in der Zeit, nachdem der Boden für die Rampen zur Verfügung stand. Die Arbeiten sind so weit abgeschlossen, dass der Asphalt auf dem Straßenstück über die Brücke aufgebracht werden kann. Das soll ab der kommenden Woche beginnen. Falls das Wetter mitspielt, sollen die Arbeiten nach etwa einer Woche beendet sein – und damit eigentlich noch passend für die geplante Freigabe noch vor Weihnachten.

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Strafe für Verzögerung ist nicht vorgesehen

Hausendorf geht davon aus, dass die gute Baukonjunktur auch in diesem Fall eine Rolle spielt: Das Unternehmen, das die Planken installieren soll, habe offenbar so volle Auftragsbücher, dass es mit den Arbeiten nicht nachkommt. Es wurde nicht von Straßen NRW selbst engagiert. Die Landesbehörde hat den Auftrag an das Tiefbauunternehmen als Generalunternehmer vergeben, der die weiteren Unternehmen für Spezialarbeiten verpflichtet hat. Eine Konventionalstrafe für Verzögerungen ist im Vertrag nicht vereinbart.

Nachdem die Planken installiert sind, müssen noch Straßenmarkierungen aufgebracht und Schilder aufgestellt werden. „Das ist aber auch noch nach der Freigabe möglich“, sagt Hausendorf.

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