Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Autofahrer zahlt der Radlerin ihren Schaden

dzGericht

Im Sommer übersah ein junger Autofahrer in Bergkamen eine Fahrradfahrerin. Es kam zur Kollision, bei der die Frau verletzt wurde. Nun stand der 19-Jährige vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 11.01.2019 / Lesedauer: 2 min

Der Vorwurf lautet fahrlässige Körperverletzung. Der Unfall ereignete sich am frühen Abend des 3. August im Bereich der Kreuzung Sugambrerstraße und Stormstraße. Der 19-Jährige nahm der Radfahrerin die Vorfahrt und bei dem folgenden Zusammenstoß zog sich die 43-Jährige eine Schürfwunde zu. Ihr Rad war offenbar ein Totalschaden.

Vor dem Amtsgericht in Kamen versuchte der Unfallverursacher nun, zu erklären, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Dort seien Büsche, alles sei zugewachsen und er habe sich langsam vortasten müssen. Ein anderer Pkw-Fahrer habe ihn dann durchgewunken. In dem Moment sei die Radfahrerin hinter einem anderen Auto ausgeschert und es sei zur Kollision gekommen. Trotz aller Erklärungsversuche sah er den Fehler aber durchaus bei sich: „Ich gebe das zu.“

Über 314,95 Euro für eine neues Rad

Die Geschädigte wurde ebenfalls gehört. Sie sprach von einer oberflächlichen Schürfwunde und gab gleichzeitig an, dass sie 314,95 Euro in ein neues Rad investiert habe. Der Richter deutete an, dass eine Verfahrenseinstellung gegen Zahlung eines Betrags als Schmerzensgeld und Schadensersatz in Frage komme. Damit erklärte sich die 43-jährige Frau aus Bergkamen einverstanden.

Letztlich wurde das Verfahren mit Zustimmung aller Beteiligten für eine Dauer von drei Monaten vorläufig eingestellt. Auflage: Der 19-Jährige soll 500 Euro an die Betroffene zahlen. Wenn er das tut, kann die Akte endgültig zugeklappt werden. Sollte er die Auflage nicht erfüllen, wird erneut verhandelt. Und für den Fall signalisierte ihm der Richter: „Günstiger wird es auf jeden Fall nicht.“

Die Anklagevertreterin fand ebenfalls deutliche Worte für den jungen Mann, der bereits in Erscheinung trat, wenn auch nicht mit Straßenverkehrsdelikten. Er solle künftig vorsichtig sein, schließlich habe er den Führerschein auf Probe. An sich mache er einen vernünftigen Eindruck und habe einen festen Job. Es mache keinen Sinn, wenn er öfter im Gericht auftauche.

Lesen Sie jetzt