Ausgleichsmaßnahmen für die L 821n: Linke fordern eine Freilauffläche für Hunde

dzStraßenbau

Mit dem Bau der Umgehungsstraße L 821n werden auch Ausgleichsmaßnahmen in Angriff genommen. Eine neue Idee für einen Ausgleich wirft der linke Ortsverband nun in die Runde.

Oberaden

, 03.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Oliver Schröder in Oberaden unterwegs ist, fällt ihm auf, wie viele Hundehalter dort mit ihren Vierbeinern unterwegs sind. Sie gehen auf der Fläche spazieren, wo künftig die Umgehungsstraße L 821n die Natur schneiden wird. Der Kreisverkehr, der die Lünener Straße einmal mit der L 821n verbinden wird, ist schon fast fertig. Wenn der zweite Bauabschnitt im Frühsommer startet, dann können die Hundehalter dort nicht mehr spazieren gehen.

Oliver Schröder ist Mitglied in der Partei „Die Linke“ im Ortsverband Kamen/Bergkamen. Die Mitglieder um Schröder beobachten die Entwicklung der Straße schon lange und diskutieren ausgiebig darüber. Auch die Lage vor Ort haben sie sich bei Feldspaziergängen angesehen. „Nun wurden über und durch mehrere Instanzen die fraglichen Punkte und offenen Fragen geklärt, sodass dem Straßenbau (leider) nichts mehr im Wege steht“, so Schröder.

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Haben sich die Linken bisher eher im Hintergrund gehalten, bringt Schröder nun konkrete Ideen ein. Die Forderungen seiner Ortsgruppe werden den Straßenbau zwar nicht verhindern, drehen sich aber darum, zwei Gruppen die unter dem Straßenbau leiden, zu entschädigen – Hundehalter und die Natur.

So schlägt der Linke einen natürlichen Lärmschutzwall vor.

Man könne das Gehölz, das bei den Rodungen im Februar übrig bleiben wird, dafür verwenden und eine Totholzhecke bauen. Totholz- oder auch Benjeshecken bestehen aus aufgehäuften Ästen und Zweigen. Die Hecke würde Tieren wie Vögeln und Insekten einen Lebensraum bieten und sie könne laut Schröder selbstständig wachsen.

Eine eingezäunte Hundewiese als Entschädigung für Hundebesitzer

Eine Alternative wäre laut dem Ortsverband eine Vogelschutzhecke bei der neue Pflanzen benutzt werden – die wäre dann von Beginn an höher als eine Totholzhecke, die erst zum Leben erwachen muss.

Für die Hundebesitzer wünschen sich die Linken eine Hundefreilauffläche als Ausgleich. Den Besitzern solle eine Fläche zurückgegeben werden, sagt Schröder. Auf einer eingezäunten Hundewiese, wie es sie auch an der Werner Straße gibt, könnten sich die Hunde austoben.

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Die Linken stehen mit Straßen NRW im Austausch und haben zumindest schon den Vorschlag mit der Totholzwand an einen Mitarbeiter herangetragen. Der habe sich bedankt und versprochen, das weiterzugeben, sagt Schröder. Der Landesbetrieb, der die Straße derzeit baut, war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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