Aufgehübschte Appartements für kurze Aufenthalte

dzUnterkünfte in der Fritz-Husemann-Straße

Droht Bürgern die Obdachlosigkeit, stellt die Stadt Bergkamen ihnen Unterkünfte zur Verfügung. Mit der Einrichtung an der Fritz-Husemann-Straße 22 a ist eine neue Unterkunft dazu gekommen.

Bergkamen

, 16.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und mit ihr kann gegenüber den bislang genutzten Objekten eine deutliche Verbesserung der Unterbringungssituation der betroffenen Menschen in der Stadt erreicht werden. „Tatsächlich untergebracht werden fast ausschließlich Personen, die aufgrund einer Räumungsklage die bisherige Wohnung verlassen müssen und bei Durchführung der Räumung keine alternative Unterkunft gefunden haben“, erklärte Beigeordnete Christine Busch während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales, Gesundheit und Senioren.

Allein im vergangenen Jahr erfolgten in Bergkamen 78 zwangsweise Räumungen, bei denen in acht Fällen eine vorübergehende Unterbringung erforderlich war, bis anderweitiger Wohnraum zur Verfügung stand.

In die Unterkünfte habe die Stadt viel investiert, so Busch, und auch der Eigentümer sei um eine vollständige Sanierung des Hauses bemüht gewesen.

Bei einer Einzelbelegung der Appartements stehen den Bewohnern in den Unterkünften in der Fritz-Husemann-Straße 22 a nun jeweils 16 Quadratmeter zur Verfügung. Es handelt sich um ein Haus mit zwölf kleinen Appartements, die jeweils mit ein bis zwei Personen belegt werden können.

„Ein Appartement wird allerdings als Notraum mit vier Betten immer freigehalten, für den Fall, dass jemand durch Brand oder Hochwasser kein Dach mehr über dem Kopf hat“, erklärte Busch.

Da in diesen Fällen allerdings in der Regel Gebäudeversicherungen die Unterbringung der Betroffenen übernehmen und diese dann in Hotels oder Pensionen unterbringen, ist die Einweisung laut Busch in eine städtische Unterkunft nur in seltenen Fällen erforderlich.

Sämtliche Appartements an der Fritz-Husemann-Straße verfügen über einen eigenen Sanitärbereich und außerdem über eigene Küchenzeilen.

Und: Die Appartements sind grundsätzlich barrierearm ausgestattet. Die Einrichtung wurde bereits im August durch die Vermieter an die Stadt übergeben und wird aktuell noch mit einsprechendem Mobiliar ausgestattet, könne dann aber kurzfristig genutzt werden, kündigte die Beigeordnete an.

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