Auferstehungskirche: 18-Jähriger wirft Kirchenfenster mit Steinen ein

Vandalismus

Keinen Respekt zeigt ein 18-Jähriger vor der evangelischen Kirche und dem zugehörigen Gemeindehaus in Bergkamen-Weddinghofen: Er zerstört mehrere Glasscheiben durch Steinwürfe. Das bekommt ein Anwohner mit und ruft die Polizei.

Bergkamen, Weddinghofen

, 02.03.2020, 12:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vandalismus an der Auferstehungskirche und am Martin-Luther-Haus: Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet.

Vandalismus an der Auferstehungskirche und am Martin-Luther-Haus: Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet. © Marcel Drawe

Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort – so heißt es im Volksmund. Nach Steinwürfen gegen die Fenster der Auferstehungskirche und des Martin-Luther-Hauses ist ein mutmaßlicher Vandale umgehend von der Polizei geschnappt worden.

Ein Bergkamener (18) hat am Sonntagabend gegen 23.20 Uhr mehrere Scheiben der Kirche und des Gemeindehauses an der Straße Goekenheide in Weddinghofen eingeworfen. „Das bemerkte ein Anwohner, der sofort den Notruf wählte“, berichtete die Polizei am Montag.

Auch am Nebengebäude der Kirche schlug der Täter zu,

Auch am Nebengebäude der Kirche schlug der Täter zu, © Marcel Drawe

Der Verdächtige flüchtete zu Fuß, als die Polizei eintraf. „Die Einsatzkräfte nahmen die Verfolgung auf und stellten den 18-Jährigen an einer Bushaltestelle an der Schulstraße“, heißt es in der Mitteilung. Da der Bergkamener sich nicht ausweisen konnte, sei er mit auf die Polizeiwache in Kamen genommen worden, wo seine Identität festgestellt wurde.

Der junge Mann gab die Steinwürfe gegenüber den Beamten zu, wollte sich aber nach Angaben eines Polizeisprechers nicht zu seinen Beweggründen äußern. Nach der Personalien-Feststellung durfte er wieder gehen. Der Sachschaden in dem Vandalismus-Fall wird auf rund 1500 Euro geschätzt. Bei den zerstörten Scheiben handelt es sich um Fenster des Kirchenanbaus und des Gemeindehauses.

Den 18-Jährigen erwartet ein Strafverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Wer rechtswidrig Gegenstände der Verehrung einer im Staat bestehenden Religionsgesellschaft oder Sachen, die dem Gottesdienst gewidmet sind, beschädigt oder zerstört, wird laut Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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