Auf zwei Spielplätzen dürfen die Kinder nicht klettern – bis der TÜV kommt

dzDefekte Spielgeräte

Im Wasserpark und am Römerberg gibt es zwei beliebte Spielplätze. Doch die Hauptattraktionen sind schon seit Monaten gesperrt. Fachleute sollen ihren Zustand begutachten. Das dauert.

Bergkamen

, 28.07.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf zwei wichtigen Bergkamener Spielplätzen machen Kinder und ihre Eltern gerade frustrierende Erlebnisse: Jeweils ein zentrales Spielgerät ist abgesperrt – und zwar schon ziemlich lange. Schon seit Anfang des Jahres müssen die Spielenden am Wasserpark auf den Spaß am Klettergerüst auf dem Hügel verzichten. Auf dem Waldspielplatz am Römerberg gilt das für den großen Kletterturm.

In beiden Fällen fehlt es den Spielgeräten an Stabilität, weshalb Christian Scharwey aus dem städtischen Kinder- und Jugendbüro kein Risiko eingehen wollte und schon vor Monaten Absperrgitter aufstellen ließ. Und die stehen noch immer da.

Bevor Scharwey über die Zukunft der Spielgeräte entscheiden kann, müssen die erst einmal zum TÜV – oder genauer gesagt, der TÜV zu den Spielgeräten. Einmal im Jahr gibt es eine grundlegende Inspektion für alle 43 Spielplätze in Bergkamen.

Hoffnung besteht für das Klettergerüst am Römerberg in Oberaden. Doch so lange der TÜV nicht da war, bleiben die Sperrzäune ebenfalls stehen.

Hoffnung besteht für das Klettergerüst am Römerberg in Oberaden. Doch so lange der TÜV nicht da war, bleiben die Sperrzäune ebenfalls stehen. © Johannes Brüne

Der TÜV übernimmt die Inspektion der Spielplätze

In der Vergangenheit hat Scharwey das immer im Frühjahr in Eigenregie gemacht: Beim Bauhof gab es einen Mitarbeiter, der dafür eigens eine Schulung mit anschließender Prüfung beim TÜV absolviert hatte. Leider ist der Mann inzwischen gestorben, sodass der TÜV nun die Bergkamener Spielgeräte überprüft. Bisher ist Scharwey es nicht gelungen, einen Termin für die Kontrolltour zu vereinbaren. Aber er hofft, dass die Technischen Überwacher nach den Sommerferien Zeit für die Bergkamener Spielplätze haben.

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Erst wenn die Fachleute einen Blick auf die kaputten Geräte geworfen haben, will Scharwey über deren Zukunft entscheiden. Wobei er im Falle des Wasserparkes mit einer negativen Nachricht rechnet: „Ich fürchte, dass dieses Gerät nicht zu retten ist.“

Der Kletterturm am Römerberg ist vielleicht zu retten

Etwas optimistischer blickt Scharwey auf den Kletterturm am Römerberg. Der ist zwar instabil, aber wohl zu reparieren. Eigentlich ist das eine Angelegenheit für die Herstellerfirma. Scharwey hat schon versucht, Kontakt aufzunehmen: „Die melden sich aber nicht.“ Was auch damit zu tun haben mag, dass die Garantie für das Spielgeräte längst abgelaufen ist.

Christian Scharwey aus dem Kinder- und Jugendbüro fürchtet, dass das marode Gerät am Wasserpark nicht mehr zu retten ist.

Christian Scharwey aus dem Kinder- und Jugendbüro fürchtet, dass das marode Gerät am Wasserpark nicht mehr zu retten ist. © Marcel Drawe

Nun hängt es von dem Urteil der TÜV-Leute ab, ob und wie sich das Klettergerüst reparieren lässt. Falls es doch abgebaut werden muss, will Scharwey für Ersatz sorgen. Gleiches gilt für den Wasserpark. „Das sind beides zentrale Spielgeräte“, sagt Scharwey. Außerdem handelt sich bei beiden Spielflächen um so genannte Schwerpunktspielplätze. Diese sind nicht nur besonders groß – die beiden genannten Spielplätze haben eine Fläche von jeweils knapp 5500 Quadratmeter – sondern auch besonders gut ausgestattet: Dort spielen auch Kinder, die nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen.

Christian Scharwey aus dem Kinder- und Jugendbüro fürchtet, dass das marode Gerät am Wasserpark nicht mehr zu retten ist.

Christian Scharwey aus dem Kinder- und Jugendbüro fürchtet, dass das marode Gerät am Wasserpark nicht mehr zu retten ist. © Marcel Drawe

Der Topf mit dem Spielplatz-Geld ist noch voll

Geld müsste vorhanden sein. Scharweys 50.000-Euro-Topf für Neu- und Ersatzanschaffungen ist noch gut gefüllt, weil er den Reparaturbedarf auf den Spielplätzen erst nach der TÜV-Inspektion einschätzen kann und daher noch nicht allzu viel ausgegeben hat. Ein neues Gerät für den Wasserpark dürfte deshalb auf der Prioritätenliste ganz oben stehen – ebenso wie ein neues Klettergerüst für Oberaden, falls sich das alte nicht retten lässt.

Bis die Kinder wieder rutschen und klettern dürfen, brauchen sie aber noch Geduld. „Ich denke, dass wir die Geräte in diesem Jahr bestellen, aber erst im nächsten Jahr aufbauen können“, meint Scharwey.

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