Auf der Ökologie-Station entsteht Kunst und ein Gemeinschaftsgefühl der Künstler

dzSommerakademie

Die Sommerakademie auf der Ökologie-Station ist mit einem Abschlussfest zu Ende gegangenen, bei dem die Teilnehmer ihre Werke präsentierten. Die Künstler nehmen aber noch mehr mit nach Hause.

Heil

, 25.08.2019, 12:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Teilnehmer der Sommerakademie auf der Ökologie-Station in Heil hatten wohl nicht allzu viel zu meckern. Den Eindruck hat jedenfalls Mitorganisator Michael Bub, nachdem er kurz vor Beginn des Abschlussfestes am Wochenende die Fragebögen überflogen hat, die die rund 80 Künstler ausgefüllt haben. Kritik gebe es an der Parkplatz-Situation an der Öko-Station, berichtet Bub. Und die Zeichner und Maler waren unzufrieden mit dem Licht im großen Saal des Stations-Gebäudes.

Auf der Ökologie-Station entsteht Kunst und ein Gemeinschaftsgefühl der Künstler

Gemalt wurde im Freiluft-Atelier © Marcel Drawe


Ideale Bedingungen im Freiluft-Atelier

Zumindest für diese Problem gab es aber eine Lösung, auf die Bub allerdings nur bedingt Einfluss hatte. Dank des sommerlichen Wetters in der zurückliegenden Woche konnte der größte Teil der Akademie-Besucher ohnehin im Freien arbeiten. Und da auf dem Areal rund um die Ökologie-Station einige Pavillons stehen, fanden sie optimale Arbeitsbedingungen. Das bestätigt zum Beispiel die Kamenerin Ulrike Dieks, die den Kurs im Acrylmalen belegt hat. Dabei ging es nicht allein um ästhetische Dinge: In einem der Pavillons gab es in diesem Jahr ein Waschbecken mit fließend Wasser. „Das war eine echte Erleichterung für die Arbeit“, sagt Dieks. Teilnehmer, die schon in den vergangenen Jahren dabei waren, hätten diese Verbesserung ausdrücklich gelobt.

Auf der Ökologie-Station entsteht Kunst und ein Gemeinschaftsgefühl der Künstler

Die Leiterin der Holz-Gruppe, Ulrike Weidmann mit ihrem Teilnehmer Karl Schönfelder im Gespräch über sein Kunstwerk © Marcel Drawe


Im Mittelpunkt steht die Kunst

Aber im Mittelpunkt stand natürlich die Kunst. Auch für Dieks. Dabei ist sie keine Sommerakademie-Anfängerin. Aber ihre letzte Teilnahme liegt schon sechs oder sieben Jahre zurück. Seitdem hat sie sich natürlich weiterentwickelt. Doch in der Sommer-Woche auf der Öko-Station hat sie neue Anregungen erhalten. Das können die Besucher des Abschluss-Festes auch besichtigen. Dieks präsentiert dort ein Bild mit geometrisch-abstrakten Formen. Das sei sonst nicht so ihr Stil, sagt sie. Aber genau das ist ja das Ziel der Sommerakademie: Der künstlerische Austausch, die Entwicklung von neuen Perspektiven. Das gilt auch für die Bildhauer, die Grafiker und all die anderen Kunstschaffenden, die die eine Woche lang jeden Tag auf der Öko-Station aktiv waren.

Auf der Ökologie-Station entsteht Kunst und ein Gemeinschaftsgefühl der Künstler

Zum Abschluss gab es nicht nur Bildende Kunst: Die Band „Blue Thumb“ machte Musik. © Marcel Drawe


Ambitionierte Kunst-Amateure

Die meisten seien zwar Amateure und Hobby-Künstler, meint Bub: Aber im Laufe der Woche entstünden Werke auf hohem Niveau. Und zudem wächst das Gemeinschaftsgefühl zwischen den Teilnehmern. Davon profitieren auch die Dozenten, sagt der Künstler Peter Tournée aus Unna. Er muss es wissen, denn er ist seit Beginn an dabei. In den Kursen gebe es kein strenges Lehrer-Schüler-Verhältnis, versichert er. Offenbar waren die Sommerakademiker in diesem Jahr auch wieder mit viel Eifer bei der Sache. „Wenn ich um 17.30 Uhr nach Hause gefahren bin, dann wurde meist noch gearbeitet“, berichtet Bub. „Und wenn ich am nächsten Morgen um 9 Uhr wiederkam, waren die ersten schon wieder am Werk.“

Nächstes Jahr geht es weiter

Manche Teilnehmer hatten nur einen kurzen Weg ins Freiluft-Artelier. Da die Veranstaltung längst über die Grenzen der Region hinausstrahlt, kamen einige von ihnen im Gästehaus unter, das direkt neben der Öko-Station steht. Bub ist sich dann auch sicher, dass es im kommenden Jahr wieder eine künstlerische Sommerakademie geben wird. Das wird dann die 24. Auflage der Veranstaltung sein. Das Silberjubiläum guckt also schon langsam aber sicher um die Ecke. Und die 25. Sommerakademie hat für Michael Bub eine besondere Bedeutung: „Das wird meine letzte, danach gehe ich in Ruhestand.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Weltkindertag im Wasserpark

„Die komplette Palette Bergkamener Jugendarbeit kommt heute hier beisammen“

Hellweger Anzeiger Spielefest in Overberge

Dieses Mal dürfen auch die Zuschauer ran: „Spiele ohne Grenzen“ geht in die dritte Runde

Hellweger Anzeiger Konzert im Yellowstone

Kostenlos, laut, lang: Nachtfrequenz mit internationaler Musik und Videopremiere

Hellweger Anzeiger Fußverkehrs-Check

Zu Fuß durch Bergkamen: Diese zwei Straßen werden genau unter die Lupe genommen

Meistgelesen